Polen: Tödliches Grubenunglück nach Erdbeben

Polen – In der polnischen Region Schlesien hat am Dienstagabend ein leichtes Erdbeben zu einem Grubenunglück in einem Kohlebergwerk geführt. Wie das Geoforschungszentrum Potsdam registrierte, ereignete sich das Erdbeben um 23:35 Uhr in der Stadt Rydułtowy, etwa 50 Kilometer südwestlich von Kattowitz. Es erreichte demnach Magnitude 3.5. Polnische Behörden sprechen von einem Erdbeben der Stärke 3.4. Die Herdtiefe lag bei rund 1200 Metern.
Die Erschütterungen waren in umliegenden Städten deutlich zu spüren. Meldungen über Gebäudeschäden liegen zur Zeit nicht vor. Im Bergwerk Rydułtowy kam es durch das Erdbeben zu einem Unglück, bei dem 44-jähriger Bergmann ums Leben gekommen ist. Acht weitere Bergleute wurden verletzt. Insgesamt hielten sich zur Zeit des Bebens 19 Personen im betroffenen Abschnitt des Bergwerks auf.

In polnischen Bergbaugebieten kommt es immer wieder zu teils starken induzierten Erdbeben, die unter Tage zu Einstürzen führen können. Zuletzt kam es am 12. Januar nach einem Beben der Stärke 3.9 zu einem Grubenunglück, bei dem eine Person ums Leben gekommen ist.

Lage des Epizentrums


Größere Karte anzeigen FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 22. Januar, 23:35 Uhr

Magnitude: 3.5

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

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