Starkes Erdbeben im Süden von Japan

Japan – Vor der Küste der japanischen Insel Kyushu hat sich am Dienstag ein starkes Erdbeben ereignet. Nach vorläufigen Registrierungen des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben Magnitude 6.4. Demnach lag das Epizentrum rund 60 Kilometer südlich von Kyushu nahe der kleinen Insel Tanega. Die japanische Meteorologiebehörde (JMA) gibt das Beben zunächst mit Magnitude (Mj) 5.9 an.
Auf Tanega erreichte Erdbeben nach JMA-Angaben Intensität 4 auf der japanischen Shindo-Intensitätsskala, ebenso im äußersten Süden von Kyushu. Vereinzelte leichte Schäden infolge des Bebens sind nicht auszuschließen, größere Auswirkungen allerdings nicht zu erwarten. Aufgrund der geringen Magnitude des Bebens besteht keine Tsunami-Gefahr.

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Das Erdbeben geht auf die Subduktionszone am Ryukyu-Graben südlich von Japan zurück. Dabei taucht die Philippinische Platte unter die kleinere Okinawa-Platte ab. Infolge dessen kommt es an der Plattengrenze häufig zu Erdbeben. Der Ryukyu-Inselbogen ist aus resultierender vulkanischer Aktivität heraus entstanden.

Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018. Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 8. Januar, 13:39 Uhr

Magnitude: Mj5.9

Tiefe: 23 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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