Starkes Erdbeben in Kolumbien

Kolumbien – Ein starkes Erdbeben hat am Samstag weite Teile von Kolumbien erschüttert und zu einigen Schäden geführt. Wie das United States Geological Survey (USGS) registrierte, lag das Epizentrum des Erdbebens in der Nähe des Vulkans Nevado del Huila in der Region Tolima, rund 270 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Bogota. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude (Mw) 5.6.
Die Erschütterungen waren sowohl in Bogota als auch in der nahe gelegenen Stadt Cali zu spüren. An manchen Orten brach infolge der Erschütterungen Panik aus und Menschen flüchteten aus ihren Häusern. Nach ersten Medienberichten hat das Erdbeben mehrere Gebäude beschädigt. Betroffen ist demnach unter anderem die kleine Stadt Toribío westlich des Nevado del Huila. Dort sind mindestens 12 Wohnhäuser betroffen. Schäden werden zudem aus der Stadt Paez südlich des Vulkans gemeldet. Betroffen seien zudem Dörfer an den Hängen des Berges. Die Schäden dort werden zur Zeit noch untersucht.

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Das Erdbeben ereignete sich in geringer Tiefe und war deshalb rund um das Epizentrum stark zu spüren. Am Vulkan wurden die Bodenbewegungen aufgrund der Ablagerungen früherer Eruptionen verstärkt.

Update 16:34 Uhr
Infolge des Erdbebens ist in der Region Tolima eine ältere Frau ums Leben gekommen. Die 64-jährige aus der Gemeinde Espinal erlitt aufgrund der Erschütterungen einen Herzinfarkt.

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Rund im den Nevado del Huila kam es in der Vergangenheit immer wieder zu hoher Erdbebenaktivität. Im Juni 1994 hat ein Erdbeben der Stärke 6.8 umliegende Ortschaften verwüstet und 1900 Menschenleben gefordert.

Zeugenmeldungen
Cali
ca 7:30 Uhr Ortszeit am Morgen ; ich habe gerade Waffel-Teig für das Frühstück angerührt, als das ganze Haus kurz schwankte ; ein herunterhängendes Kabel schwang noch ein wenig nach (Intensität V)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 26. Januar, 13:32 Uhr

Magnitude: 5.6

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: vulkanotektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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