Erdbebenserie in Sichuan fordert Todesopfer

Update 25. Februar, 09:05 Uhr
China – Nach dem Erdbeben am Samstag folgten in der Nacht zu Montag zwei weitere Beben, die zu weiteren Verlusten führten. Wie der Chinesische Erdbebendienst registrierte, ereignete sich das zweite Beben um 01:40 Uhr MEZ und erreichte Magnitude 4.3. Das dritte und stärkste der Erdbebenserie folgte um 06:16 Uhr erreichte Magnitude 4.9 und war damit das stärkste aller Beben.
Lokale Medien berichten von neuen Schäden an einigen Orten rund ums Epizentrum. Der Katastrophenschutz hat eine umfangreiche Untersuchung und Hilfsmaßnahmen eingeleitet.
Mindestens zwei Menschen sind infolge des dritten Bebens ums Leben gekommen, als sie die Trümmer eines herabstürzenden Balkons trafen. Medienberichten zufolge gebe es noch weitere Verletzte in der Region. Offizielle Bestätigungen stehen aus.

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Update 15:11 Uhr
Nach ersten Auswertungen des Katastrophenschutzes hat das Erdbeben vergangene Nacht rund 11.000 Gebäude in der Nähe des Epizentrums beschädigt, darunter auch mindestens fünf Staumauern von Wasserkraftwerken.
Neben den beiden Todesopfern kam es zu mindestens 12 Verletzten. Insgesamt waren etwa 14.000 Menschen vom Erdbeben betroffen, mehrere Hundert mussten evakuiert werden.
Inzwischen äußerten Behörden den Verdacht, dass die Erdbebenserie durch Hydraulic Fracturing (Fracking) ausgelöst worden ist. Die geringe Herdtiefe und das damit einhergegangene Zerstörungspotential der Beben sei ungewöhnlich. Entsprechende Untersuchungen wurden eingeleitet, um die Ursache der Beben zu klären. Der Betrieb der nächst gelegenen Schiefergasförderanlage ist bis auf weiteres eingestellt.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 25. Februar, 06:16 Uhr

Magnitude: 4.9

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch (getriggert)

Tsunami-Gefahr: nein

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Originaltext vom 24. Februar, 18:17 Uhr
China – Nach einem Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan mussten am Samstag hunderte Menschen ihre Häuser verlassen. Das Beben der Stärke 4.7 hatte nach Angaben des Chinesischen Erdbebendienstes (CEIC) in einer dicht besiedelten Region südöstlich der Regionalhauptstadt Chengdu sein Epizentrum. Die Herdtiefe wurde mit nur fünf Kilometern angegeben.
In der Nähe des Epizentrums waren die Erschütterungen aufgrund dessen teils stark zu spüren. Mindestens 1500 Gebäude erlitten Schäden, wie der Katastrophenschutz am Sonntag mitteilte. Insgesamt waren rund 6000 Menschen von dem Beben betroffen, wovon 600 in Notunterkünfte evakuiert werden mussten. Verletzt wurde bei dem Erdbeben niemand.

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In der Provinz Sichuan kommt es immer wieder zu teils größeren Erdbeben. Die hohe Bevölkerungsdichte und die überwiegend traditionelle Bauweise führen dazu, dass es selbst bei kleineren Erdbeben immer wieder zu Schäden kommt.

Zuletzt führte ein Beben der Stärke 5.4 Mitte Dezember zu Schäden an über 6000 Gebäuden. Dabei wurden 17 Menschen verletzt.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23. Februar, 22:38 Uhr

Magnitude: 4.7

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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