Erdbebenschwarm in Pozzuoli

Italien – Mehrere dutzend Erdbeben am italienischen Vulkan Campi Flegrei nahe Neapel haben am frühen Freitagmorgen die Einwohner der Stadt Pozzuoli aus dem Schlaf gerissen. Das Vesuv-Observatorium registrierte bis zum Morgen insgesamt 40 kleine Erdbeben. Mit Magnitude (Md) 2.5 ereignete sich das stärkste dieser Beben um 5:26 Uhr wenige Kilometer östlich vom Stadtkern Pozzuolis. Auch in westlichen Stadtteilen Neapels waren noch schwache Erschütterungen zu spüren. Schäden infolge des Bebens werden zur Zeit nicht gemeldet und sind bei der Stärke trotz geringer Tiefe (1 km) auch nicht zu erwarten.
Die Erdbebendaten des Vesuv-Observatoriums sind zur Zeit noch nicht manuell ausgewertet, sodass die bisherigen Lokalisierungen der Erdbeben recht grob sind. Normalerweise sind derartige Erdbebenschwärme räumlich eng begrenzt. Ursache für die Erdbeben sind Fluidbewegungen im Gestein oberhalb der Magmakammer des Vulkans sowie Spannungsänderungen aufgrund magmatisch bedingter Bodengebungen (Bradyseismizität). Besonders am Campi Flegrei sind diese Schwärme sehr häufig und gehören zur normalen Aktivität. Anzeichen für einen drohenden Vulkanausbruch stellen sie nicht dar.

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Aufgrund der hohen Erdbebenaktivität und der seit Jahren mehr oder weniger konstanten Bodenhebungen rund um Pozzuoli (rund 1 mm pro Woche) wurde vor einigen Jahren die Alarmstufe auf Gelb gesetzt, um eine bessere Überwachung zu gewährleisten.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15. März

Magnitude: bis 2.5

Tiefe: ca. 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanotektonisch (Bradyseismizität)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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