Starkes Erdbeben in Ecuador

Ecuador – An der Küste der ecuadorianischen Provinz Santa Elena hat sich am Sonntag ein starkes Erdbeben ereignet. United States Geological Survey (USGS) ermittelte Magnitude 6.2. Das Epizentrum des Bebens lag nördlich der Stadt La Libertad, rund 115 Kilometer westlich der Hafenstadt Guayaquil.
In weiten Landesteilen, einschließlich dem Umland der Hauptstadt Quito, war das Erdbeben deutlich zu spüren. Auch Teile Kolumbiens und Perus waren betroffen. Relativ hohe Intensitäten werden aus den Küstengebieten der Provinzen Santa Elena und Manabi sowie aus Teilen von Guayaquil gemeldet. Dort sind kleinere Schäden infolge des Erdbebens möglich. Tsunami-Gefahr besteht nicht.

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Ursprung des Erdbebens ist die Subduktionszone vor der Küste von Ecuador, wo die ozeanische Nazca-Platte in den Erdmantel unter dem südamerikanischen Kontinent absinkt.

Es ist bereits das vierte starke Erdbeben in Ecuador in diesem Jahr. Zunächst traf am 4. Februar ein Beben der Stärke 5.8 die Region Guayas nahe Guayaquil. Am 22. Februar erschütterte ein schweres, aber sehr tiefes Beben (M7.5) mit Epizentrum im Zentrum Ecuadors weite Landesteile und verursachte vieler Orts Schäden. Am selben Tag wurde auch Guayaquil von einem neuen Beben getroffen, diesmal Magnitude 5.5.

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Update 1. April
Nur geringe Schäden infolge des Erdbebens wurden gemeldet. In einzelnen Häusern bildeten sich Risse. Eine Familie musste evakuiert werden, als das Dach ihres Wohnhauses eingestürzt ist. Verletzt wurde bei dem Erdbeben niemand. Bis zum Abend wurden dutzende Nachbeben registriert.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 31. März, 09:04 Uhr MESZ

Magnitude: 6.2

Tiefe: 20 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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