Erneut Erdbeben in Malatya

Türkei – Die Erdbebenserie in der türkischen Region Malatya im Osten des Landes dauert an. Am Montag ereignete sich das bisher stärkste Beben der Sequenz. Nach Angaben des Kandilli-Instituts erreichte das Beben Magnitude 4.6. Wie bei den vorherigen Erdbeben lag das Epizentrum rund 45 Kilometer nördlich der Regionalhauptstadt Malatya. Eine Herdtiefe von nur zwei Kilometern wurde ermittelt, unterliegt aber wie immer gewissen Ungenauigkeiten. Zuvor ereigneten sich die Beben in rund 7 Kilometern Tiefe.
In vielen Dörfern rund um das Epizentrum waren die Erschütterungen stark zu spüren, sodass viele Menschen in Panik ihre Häuser verließen. Der Katastrophenschutz untersucht betroffene Dörfer auf neue Schäden. Zur Zeit wird nur gemeldet, dass bereits von vorherigen Beben betroffene Gebäude schwerere Schäden erlitten haben. Meldungen über Verletzte gibt es nicht.

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Seit Ende März kommt es in Malatya zur Häufung von Erdbeben. Bereits am 21. März (M4.1), am 25. März (M4.5) und am 28. März (M4.3) hatten ähnliche Erdbeben zu Schäden an mehreren hundert Gebäuden geführt. Ein weiteres Beben, unabhängig von der Malatya-Sequenz, ereignete sich am 4. April an der Ostanatolischen Störung in der Nachbarprovinz Elazig. Es erreichte Magnitude 5.2 und war auch in Malatya deutlich zu spüren.

Erdbebenschwärme und Erdbebensequenzen treten in der Türkei und angrenzenden Regionen immer wieder auf. Sie können mehrere Monate oder sogar Jahre andauern. In der Regel führen sie nicht zu einem schweren Erdbeben.

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Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15. April, 06:41 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe: 2 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch (Erdbebensequenz)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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