Hawaii: Erdbeben am Hualalai

USA – Ein starkes Erdbeben hat am Sonntagmorgen MESZ die hawaiianische Hauptinsel Big Island erschüttert. Wie das Hawaii-Vulkanobservatorium (HVO) registrierte lag das Epizentrum des Erdbebens an der nordöstlichen Flanke des Vulkans Hualalai. Mit Magnitude (ML) 5.3 war es eines der stärksten Beben, die je im Umfeld dieses Vulkans aufgezeichnet wurden. Das HVO ermittelte eine Herdtiefe von rund 13 Kilometern. Mehrere kleinere Nachbeben folgen, die sich entlang der mutmaßlichen Störung Richtung Nordwesten ereigneten. Detailliertere Auswertungen des United States Geological Survey (USGS) ermittelten Mw5.1 und einen Überschiebungsmechanismus.

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Auf der gesamten Hauptinsel sowie vielen angrenzenden Inseln, unter anderem auch in der hawaiianischen Hauptstadt Honolulu auf O’ahu, waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Meldungen über Gebäudeschäden infolge des Bebens gab es zunächst nicht. An zwei Hauptstraßen nahe des Epizentrums traten jedoch kleinere Schäden infolge von Steinschlägen auf. Zudem waren mehrere tausend Inselbewohner kurzzeitig ohne Strom. Der Zivilschutz prüft zur Zeit mögliche Auswirkungen des Bebens.

Das Erdbeben geht auf tektonische Prozesse innerhalb der Vulkaninsel zurück und hängt nicht mit vulkanischer Aktivität zusammen. Aufgrund der häufigen vulkanischen Tätigkeit der Hawaii-Vulkane kommt es zu einem starken Wachstum und damit einhergehender Bewegung der Insel. Dies führt zu erhöhten Spannungen in der ozeanischen Kruste unterhalb der Insel, die zu derartigen Erdbeben führt. Auch schwere Erdbeben bis Magnitude 7 sind infolge dieser Prozesse in der Vergangenheit aufgetreten.

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Der Hualalai brach zuletzt im Jahr 1801 aus und ist neben den deutlich bekannteren Kilauea, Mauna Loa und Mauna Kea der vierte aktive Vulkan auf Big Island.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 14. April, 05:09 Uhr

Magnitude: ML 5.3, Mw 5.1

Tiefe: 13 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanotektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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