Philippinen: Tödlichstes Beben des (bisherigen) Jahres

Das heutige Erdbeben auf der Philippinen-Insel Luzon (M6.1) war das bisher tödlichste Beben des Jahres 2019. Zwölf Todesopfer sind bereits bestätigt und damit doppelt so viele wie beim bisher tödlichsten Beben am 17. März auf der indonesischen Insel Lombok (M5.5). Weitere Menschen werden noch unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermutet, somit könnte die Opferzahl auf den Philippinen noch ansteigen.
Details zum Ausmaß der Schäden sind zu diesem frühen Zeitpunkt noch kaum bekannt, weshalb auch noch keine Einordnung des Bebens möglich ist. Die Gesamtopferzahl aller Beben im Jahr 2019 liegt aktuell bei 32.
Es ist das bislang 96. Schadensbeben des Jahres, davon das erste auf den Philippinen. Trotz eines möglichen weiteren Anstiegs der Opferzahl bleibt das Jahr 2019 auch nach diesem Beben im Vergleich zu 2018 eher schadensarm. Erdbeben verursachten 2019 bisher nur 1,67% der Gesamtschäden aus dem Vorjahr, obwohl bereits fast ein Drittel des Jahres vergangen ist.
Auf unten stehender Karte sind alle Schadensbeben des Jahres eingetragen. Die bisher schadensreichsten Beben ereigneten sich in China, Aserbaidschan und auf Lombok. 36% aller Erdbebenschäden des Jahres gingen allein auf das Beben am 25. Februar (M4.9) in der chinesischen Region Sichuan zurück. Abhängig von der Schadenssumme und der Opferzahl auf den Philippinen wird sich diese Statistik in den kommenden Stunden aber noch ändern.

Daten: Earthquake Impact Database 2019

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Ab Sommer 2019 ist er in der Katastrophenforschung tätig.

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