Starker Erdbebenschwarm auf den Nikobaren

Indien – Vor der Küste der indischen Inselgruppe der Nikobaren nördlich von Sumatra hat in der vergangenen Nacht ein starker Erdbebenschwarm eingesetzt. Insgesamt 33 Erdbeben über Magnitude 4.5, dazu dutzende kleinere Erdbeben, wurden seit Beginn der Aktivität aufgezeichnet (Stand: 1. April, 10 Uhr).
Das erste Erdbeben ereignete sich am Montag um 1:32 Uhr MESZ und erreichte nach USGS-Angaben Magnitude 4.5. In der ersten Stunde der Aktivität registrierten das USGS und der indonesische Erdbebendienst insgesamt acht weitere Beben über Magnitude 4. Um 3:24 Uhr folgte das bislang stärkste Beben der Sequenz mit Magnitude 5.2. Eine genaue Herdtiefe konnte nicht ermittelt werden.

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Viele der Erdbeben waren auf der rund 60 Kilometer entfernten, dünn besiedelten Hauptinsel Great Nicobar deutlich zu spüren. Meldungen über Schäden gab es aber zunächst nicht.
Aufgrund der geringen Magnitude der Erdbeben besteht keine Tsunami-Gefahr. Eine Fortsetzung der Aktivität in den kommenden Stunden ist wahrscheinlich, stellt aber zunächst keine Gefahr für Inseln dar.

Vor der Ostküste der Nikobaren befindet sich eine kleine Riftzone, an der es häufig zu teils starker seismischer Aktivität kommt. So ereignete sich zuletzt im Jahr 2014 im Bereich der aktuellen Aktivität ein starkes Beben mit Magnitude 6.3, dem zahlreiche Nachbeben folgten.

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Update 10:22 Uhr
Ein neues Erdbeben vor wenigen Minuten erreichte nach ersten Schätzungen der Webseite ALomax auf Magnitude (Mw) 5.7 und ist damit das mit Abstand stärkste Beben dieser Sequenz. Eine Auswertung des USGS liegt noch nicht vor.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 1. April, 01:32 Uhr

Magnitude: bis 5.7

Tiefe: oberflächennah

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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