Zwei Verletzte bei Erdbeben nahe Madura

Indonesien – Im Meer zwischen den indonesischen Inseln Madura und Bali haben sich in der Nacht zu Dienstag (MESZ) mehrere Erdbeben ereignet. Die Epizentren der Erdbeben lagen an der Küste der kleinen Insel Raas.
Zunächst bebte es dort um 1:05 Uhr MESZ mit Magnitude 4.6. Ein stärkeres Beben mit Magnitude 4.9 (sowie einige Nachbeben) folgte rund zwei Stunden später. Letzteres war auf Raas stark zu spüren. Auch auf Madura, Java und Bali wurden noch schwache Erschütterungen verspürt. Mindestens acht Gebäude im Dorf Brakas an der Ostküste von Raas wurden infolge des Bebens teils schwer beschädigt, darunter auch eine Moschee und eine Schule. Zwei erwachsene Schüler wurden infolge der Panik, bzw. durch eine einstürzende Decke leicht verletzt. Der Katastrophenschutz bewertet zur Zeit die Schäden im Dorf. Die Bewohner der sechs betroffenen Wohnhäuser wurden temporär evakuiert, die betroffene Schule bis auf weiteres geschlossen.

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Erst im vergangenen Oktober hatte ein Erdbeben der Stärke 6.0 Madura und umliegende Inseln getroffen. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. Hunderte Gebäude wurden teilweise schwer beschädigt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 2. April, 03:22 Uhr

Magnitude: 4.9

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch (Nachbeben)

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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