Erdbeben in China beschädigt hunderte Gebäude

China – Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zum Samstag den Nordosten von China getroffen. Das Epizentrum lag nach Angaben des Chinesischen Erdbebendienstes in der Provinz Jilin, rund 900 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Peking. Das Erdbeben erreichte demnach Magnitude 5.1 und ereignete sich in einer Tiefe von rund 10 Kilometern. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es an selber Stelle mehrere kleinere Erdbeben gegeben.

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Die Erschütterungen waren sowohl in Jilin als auch in der Nachbarprovinz Heilongjiang teils stark zu spüren, unter anderem auch in den Millionenstädten Songyuan und Harbin. In den kleineren Städten rund um das Epizentrum kam es zu einigen, teils schwereren Schäden. Vorläufige Zählungen des Katastrophenschutzes ergeben, dass rund 500 Personen vom Beben betroffen sind. 33 Wohnhäuser wurden schwer beschädigt, sodass 75 Menschen evakuiert werden mussten. Kleinere Schäden traten an mindestens 134 Gebäuden auf. Die Zahlung der Schäden dauert noch an. Meldungen über Verletzte oder Todesopfer liegen nicht vor.

Rund um Songyuan kam es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Erdbeben dieser Stärke, die aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte der Region oft zu schweren Schäden geführt haben. Zuletzt führte am 27. Mai 2018 ein Beben der Stärke 5.1 zu Schäden an über 5000 Gebäuden.

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Zeugenmeldungen
Changchun
6:30 Uhr morgens. Wir werden wach – unser Bett bewegt sich deutlich nach rechts und dann wieder nach links, ein wenig vibriert es auch. Ca 10 Sekunden. Wir wohnen im 11. Stock. (Intensität V)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18. Mai, 00:24 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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