Dutzende Verletzte bei Nachbeben in Sichuan

China – Fünf Tage nach der Erdbebenkatastrophe im Süden der chinesischen Provinz Sichuan hat ein starkes Nachbeben die Region erschüttert. Es erreichte nach Angaben des chinesischen Erdbebendienstes Magnitude 5.4 und ereignete sich nordwestlich des ursprünglichen Epizentrums am nordwestlichsten Abschnitt des aktiven Störungssegments. Die Herdtiefe war mit rund 10 Kilometern ein wenig geringer als beim Hauptbeben.
Infolge des Erdbebens kam es in der bereits zuvor schwer betroffenen Region zu weiteren Schäden. Details zum Ausmaß gaben die Behörden bislang nicht bekannt. Insgesamt 31 Menschen wurden infolge des neuen Bebens leicht verletzt, 21 von ihnen mussten zur Beobachtung die Nacht im Krankenhaus verbringen.
Weitere kleinere Nachbeben erschütterten die Region am Sonntag, darunter eines mit Magnitude 4.6.

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Beim Hauptbeben der Stärke 5.8 am 17. Juni starben 13 Menschen, 200 weitere wurden verletzt. Nach Auswertung der Schäden teilten die Behörden mit, dass dieses Erdbeben insgesamt rund 40.000 Gebäude leicht und 16.000 weitere schwer beschädigt hat. Über 80.000 Menschen mussten evakuiert werden, wovon Tage später noch 30.000 in Notunterkünften versorgt wurden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 22. Juni, 16:29 Uhr

Magnitude: 5.4

Tiefe: 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: Nachbeben

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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