Schweres Erdbeben in der Bandassee

Indonesien – Ein schweres Erdbeben hat am frühen Montagmorgen (MESZ) die Bandasee im Zentrum des Archipels getroffen. Das Epizentrum des Erdbebens lag nordöstlich der Insel Timor. Mit Magnitude 7.3, so die Auswertung des USGS, war es eines der stärksten dort in den letzten Jahren aufgezeichneten Erdbeben. Der Indonesische Erdbebendienst BMKG ermittelte sogar Magnitude 7.7.
Aufgrund der großen Herdtiefe von über 200 Kilometern waren die Erschütterungen in weiten Teilen Indonesiens und auch im Norden von Australien deutlich zu spüren. Zeugen meldeten selbst noch in Teilen von Bali, Borneo und Papua schwache Erschütterungen.
Deutlich stärker wurde das Beben in der australischen Stadt Darwin empfunden. Dort, rund 700 Kilometer südlich des Epizentrums, evakuierten die Menschen aus Sorge vor Schäden zahlreiche Gebäude. Risse in mehreren Häusern wurden gemeldet.

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Die Intensität des Erdbebens war aufgrund der Herdtiefe insgesamt geringer als bei flachen Erdbeben. Hinzu kommt die recht große Distanz zwischen Epizentrum und nächst gelegener Insel. Entsprechend sind insgesamt keine großen Auswirkungen zu erwarten. Der indonesische Katastrophenschutz leitete Hilfsmaßnahmen ein, um die Situation auf den nächst gelegenen Inseln zu überprüfen.

Tsunami-Gefahr infolge des Erdbebens bestand zu keiner Zeit.

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Tiefe Erdbeben in der Bandasee gehen auf die Subduktionszone entlang des Sunda-Bogens zurück. Die subduzierte ozeanische Kruste taucht dort in den Erdmantel ein, wo sie unter den dort herrschenden Bedingungen langsam auseinander fällt. Dabei kommt es teils zu schweren Erdbeben, die in der Region immer wieder registriert werden. Da tiefe Erdbeben in der Regel weiter entfernt wahrnehmbar sind als oberflächennahe, sind viele der Erdbeben auch in Australien zu spüren.

Wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen…

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 24. Juni, 04:53 Uhr

Magnitude: 7.3

Tiefe: 208 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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