Dutzende Verletzte bei Erdbeben auf Mindanao

Philippinen – Im Nordosten der Philippinen-Insel Mindanao hat ein starkes Erdbeben am späten Freitagabend (MESZ) zu einigen Schäden und zahlreichen Verletzungen geführt. Die philippinische Seismologie- und Vulkanologiebehörde Phivolcs lokalisierte das Epizentrum am der Küste von Mindanao, rund 70 km südöstlich der Stadt Surigao. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 5.5. Da das Hypozentrum des Bebens in nur wenigen Kilometern Tiefe lag, waren die Erschütterungen in der dicht besiedelten Küstenregion stark zu spüren.
An mehreren Orten kam es zu Gebäudeschäden. Viele Privathäuser, aber auch Schulen und Kirchen sind betroffen. Zudem stürzte ein kleines Parkhaus ein, wodurch mehrere Autos zerstört wurden.
Die genauen Ausmaße der Schäden werden zur Zeit noch untersucht.

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Mindestens 25 Menschen wurden nach dem Erdbeben in Krankenhäusern behandelt. Die meisten erlitten Verletzungen durch umstürzende Möbel, herabstürzende Gegenstände oder einstürzende Wände. Da sich das Beben nachts ereignete, waren viele der Verletzten zur Zeit des Bebens in ihren Betten und wurden dort von Trümmern getroffen. Da mehrere ländliche Krankenhäuser ebenfalls Verletzte melden, die in der bisherigen Zählung noch nicht berücksichtigt wurden, wird die Zahl der Verletzten wahrscheinlich weiter ansteigen.

Bereits in den vergangenen Tagen hat eine andere Erdbebenserie den Süden der Insel Mindanao getroffen. Beim Hauptbeben der Stärke 5.8 kam es dabei zu Schäden an einigen Orten. Ein Nachbeben der Stärke 4.6 führte jedoch zu einer Massenpanik in einer Schule, bei der 70 Schüler verletzt wurden. Die Erdbebenserie und das aktuelle Beben traten unabhängig voneinander auf.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 12. Juli, 22:42 Uhr

Magnitude: 5.5

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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