Erdbebenschwarm in Mexico-City

Mexiko – Mindestens 17 kleine Erdbeben haben in den vergangenen Tagen die mexikanische Hauptstadt Mexico-City erschüttert. Viele von ihnen waren trotz ihrer geringen Magnitude deutlich in den Stadtteilen nahe des Epizentrums zu spüren.
Der Schwarm begann am 12. Juli mit einem spürbaren Erdbeben in der Größenordnung von Magnitude 2. Mindestens acht weitere Beben ähnlicher Stärke folgten bis zum 16. Juli. Die Epizentren der Erdbeben lagen im Stadtteil Miguel Hidalgo, rund 10 Kilometer westlich der Innenstadt.
In der Nacht zu Mittwoch folgte das bisher stärkste Erdbeben des Schwarmes. Dieses erreichte nach Angaben der Universität Mexiko Magnitude 2.9. Mindestens sechs weitere spürbare Beben und mehrere kleinere folgten in den Stunden danach.
Alle Erdbeben ereigneten sich in sehr geringer Herdtiefe von 2 bis 3 Kilometern, weshalb viele der Beben deutlich (Intensität IV bis V), das Hauptbeben teils stark (VI) zu spüren war. Schadensmeldungen liegen bislang noch nicht vor.

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Rund um Mexico-City befinden sich zahlreiche kleinere Störungszonen, die in der Vergangenheit gelegentlich kleinere Erdbeben hervorgebracht haben. Auch Erdbebenschwärme wurden schon aufgezeichnet. Die aktuellen Ereignisse gehören entsprechend zur normalen Aktivität der Region, auch wenn der Hauptstadtdistrikt Mexikos vergleichsweise niedrige Seismizität aufweist. Ein direkter Zusammenhang mit Aktivität umliegender Vulkane besteht nicht. In den kommenden Tagen können weitere Erdbeben auftreten. Da die Epizentren direkt im Stadtgebiet liegen und zwischen erster Detektion und Ankunft spürbarer seismischer Wellen kaum eine Sekunde liegt, funktioniert das mexikanische Erdbebenfrühwarnsystem bei diesem Erdbebenschwarm nicht.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 12. Juli

Magnitude: bis 2.9

Tiefe: 2 bis 3 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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