Starkes Erdbeben verursacht Schäden auf Bali und Java

Indonesien – Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht zu Dienstag einige Schäden auf der indonesischen Insel Bali und der Nachbarinsel Java hinterlassen. Das Erdbeben hatte sein Epizentrum südwestlich von Bali, wie das United States Geological Survey (USGS) registrierte. Es erreichte demnach Magnitude 5.7 und ereignete sich in einer Herdtiefe von rund 90 Kilometern. Die Indonesischen Behörden registrierten das Erdbeben mit Magnitude 6.0.
Besonders im Westen Balis und im Osten Javas waren die Erschütterungen stark zu spüren, wie Zeugen berichteten. Ebenfalls betroffen war Denpasar. Verbreitet kam es infolge der Erschütterungen zu Panik. Vor allem höhere Gebäude wurden nach dem Beben evakuiert. Der Katastrophenschutz leitete Untersuchungen der möglichen Schäden ein.

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Bisher bestätigten die Behörden Schäden an mindestens 27 Gebäuden auf Bali, davon 20 allein im Distrikt Badung, wo unter anderem die Decke in einem Gefängnis einstürzte. Auch im Zentrum von Denpasar kam es zu kleinere Schäden. Dort stürzte das Dach eines Tempels teilweise ein. Ähnliche Auswirkungen hatte das Erdbeben im Distrikt Banyuwangi auf Java, wo es zu Schäden in zahlreichen Dörfern kam. Hier stehen genauere Untersuchungen noch aus. Touristische Gebäude (u.a. Hotels) waren nach ersten Informationen nicht vom Erdbeben betroffen, auch wenn viele kurzzeitig evakuiert wurden.
Meldungen Todesopfer liegen nicht vor. Fünf Personen wurden infolge des Bebens auf Bali leicht verletzt. Mindestens eine weitere Person wurde auf Java verletzt. Nachbeben wurden bislang nicht registriert, größere Nachbeben sind bei einem Beben in dieser Tiefe auch nicht zu erwarten.

Erdbeben dieser Stärke treten rund um Bali in der Regel mehrmals im Jahr auf, ohne nennenswerte Schäden zu verursachen. Meist gehen diese Beben direkt oder indirekt auf die Subduktionszone zurück, welche sich vor der Südküste der Sundainseln befindet. Das heutige Erdbeben hatte sein Epizentrum näher an den Inseln, sodass es trotz größerer Tiefe stärkere Auswirkungen gab.

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Zeugenmeldungen
Senggigi, Lombok
Wir haben das Erdbeben auf Lombok am 16.07.2019 gegen 8:30 Uhr Ortszeit gespürt. Wir waren in einem Strandbungalow, ebenerdig. Der Bungalow hat stark vibriert, Möbelstücke haben gewackelt. Das starke Vibrieren und Wackeln hat ca 1 Minute lange angehalten.
Kurz zuvor gab es scheinbar ein kurzes Vorbeben, was wir zunächst für einen stärkeren Wind hielten, der gegen den Bungalow drückt. (Intensität IV)

Nusa Dua
Es waren 5-10 sek starke Vibrationen zu spüren . Fensterscheiben vibrierten und der Fussboden wackelte…. (Intensität IV)

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16. Juli, 02:18 Uhr

Magnitude: 5.7

Tiefe: 91 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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