Magmatisches Erdbeben in Mendig

Mendig – In der Eifel hat sich in der vergangenen Nacht eine neue Aktivitätsphase magmatischer Erdbeben ereignet. Der Erdbebendienst Südwest registrierte am späten Mittwochabend ein Erdbeben der Stärke 1.5 im Zentrum von Mendig, dessen Erdbebenherd in 36 Kilometern Tiefe lag. Wie eine zu Beginn des Jahres veröffentlichte Studie zeigte, stehen Erdbeben, die seit einigen Jahren in der Osteifel in dieser Tiefe registriert werden, mit magmatischer Aktivität des Vulkansystems in Verbindung. Sie entstehen durch die plötzliche Bewegung magmatischer Fluide innerhalb eines tief reichenden Störungssystems. Das Beben der vergangenen Nacht ist das stärkste magmatische Beben seit 2015.

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Aufgrund der Herdtiefe waren diese magmatischen Erdbeben bisher für Anwohner nicht zu spüren, so auch das aktuelle. Da diese Beben meist in Gruppen auftreten, könnten weitere Auswertungen im Laufe des Tages noch andere Erdbeben nachweisen.

Bereits in den vergangenen Tagen kam es in geringerer Tiefe zu mehreren kleinen Erdbeben in der Eifel, unter anderem im Raum Mendig und im Brohltal, die allerdings wahrscheinlich auf tektonische Aktivität zurückzuführen sind.

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Update 9. August

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 7. August 2019, 23:13 Uhr

Magnitude: 1.5

Tiefe: 36 km

Spürbar: nein

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: magmatisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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