Schweres Erdbeben in Chile

Chile – Vor der Küste von Zentralchile hat sich am Donnerstagabend MESZ ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum des Erdbebens lag südlich der Stadt Valparaiso, etwa 150 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt. Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben Magnitude 6.5. Das Geoforschungszentrum bestimmte nach manueller Überprüfung Magnitude 6.6. Es handelte sich demnach um ein Erdbeben, das direkt auf die Subduktionszone zurückzuführen ist.
Besonders in Valparaiso und umliegenden Küstenorten waren die Erschütterungen teilweise stark zu spüren. Intensität VI bis VII wurde stellenweise registriert. Auch in Santiago war das Beben noch stark.

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Tsunami-Gefahr geht von dem Erdbeben aufgrund der vergleichsweise geringen Magnitude nicht aus. Eine kleine, ungefährliche Tsunamiwelle kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Schäden sind in Küstennähe infolge der Erschütterungen möglich. Größere Auswirkungen sind jedoch nicht zu erwarten. Aufgrund der hohen Erdbebengefährdung Chiles sind die meisten Gebäude resistent gebaut, um einem solchen Beben, wie es dort mehrmals im Jahr vorkommt, widerstehen zu können.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Erdbeben um ein spätes Nachbeben des großen Maule-Erdbebens (M8.8) im Jahr 2010, da der Bebenherd im Bruchbereich des Maule-Bebens liegt.

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Update 20:46 Uhr
Das USGS korrigierte das Erdbeben nach manueller Überprüfung auf Magnitude 6.8.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 1. August, 20:28 Uhr

Magnitude: 6.5

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: nein

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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