Italien – Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstagabend weite Teile von Mittelitalien erschüttert. Nach ersten Angaben lag das Epizentrum des Erdbebens rund 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Rom im Apennin-Gebirge. Das Beben erreichte demnach Magnitude 4.8.
Die Erschütterungen waren bis an beide Küsten deutlich zu spüren, unter anderem in Rom und Pescara, aber auch in der Abruzzen-Stadt L’Aquila. Besonders südlich der Stadt Avezzano wurden relativ hohe Intensitäten erreicht (V bis VI). Dort ist mit einigen kleineren Schäden zu rechnen.

Die Region südlich von Avezzano war im Jahr 1908 von einem der schwersten Beben Italiens der letzten Jahrhunderte betroffen. Bei diesem Ereignis der Stärke 7.0 wurden ganze Orte komplett zerstört. Mehr als 30.000 Menschen kamen dabei ums Leben.

Update 18:53 Uhr
Nach manuellen Auswertungen des Italienischen Erdbebendienstes erreichte das Erdbeben Magnitude 4.4.

Update 21:29 Uhr
Italienische Behörden teilten mit, dass das Erdbeben an mehreren Orten zu kleineren Gebäudeschäden geführt hat. Betroffen ist vor allem der Ort Sora, wo einige Anwohner Risse in Putz und Mauern beklagten. Zudem kam es auf einer Straße zu Steinschlägen. Verletzt wurde bei dem Erdbeben nach aktuellen Meldungen niemand. Für Freitag sind diverse Schulen der Region vorsorglich geschlossen worden, um mögliche Schäden überprüfen zu können.

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Wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 7. November, 18:35 Uhr

Magnitude: 4.4

Tiefe: 14 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: ja

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: tektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).