Schweres Erdbeben auf Kreta

Griechenland – Ein schweres Erdbeben hat am Mittwochmorgen die griechische Insel Kreta erschüttert. Nach vorläufigen Angaben des Erdbebendienstes in Athen erreichte das Erdbeben Magnitude 6.0. Die Universtität Thessaloniki ermittelte Magnitude 6.4. Dabei lag der Erdbebenherd in rund 50 km Tiefe. Es ist damit eines der schwersten Erdbeben der letzten Jahre in der Region.
Das Epizentrum des Erdbebens lag vor der Westküste der Insel.

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Die Erschütterungen waren auf der gesamten Insel stark zu spüren. Auch weite Teile des griechischen Festlandes, unter anderem die Hauptstadt Athen, sowie andere Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeeres sind betroffen. Schwache Erschütterungen wurden bis Süditalien und Malta verspürt.
Infolge des Erdbebens sind im Westen Kretas einige Schäden möglich. Aufgrund der Herdtiefe und der Distanz zur Küste sind verheerende Auswirkungen jedoch nicht zu erwarten. Tsunami-Gefahr besteht grundsätzlich nicht. Kleine, ungefährliche Tsunami-Wellen, die die nächstgelegenen Küsten treffen können, sind bei Erdbeben dieser Stärke jedoch nicht ausgeschlossen.

Update 08:47 Uhr
Die Universität Athen korrigierte das Erdbeben nach manueller Überprüfung auf Magnitude 6.1 und verortet den Erdbebenherd in einer Tiefe von 71 Kilometern. Demnach lag das Epizentrum etwa 30 Kilometer westlich von Kreta. Die nächstgelegene Insel Antikythira liegt 15 km vom Epizentrum entfernt.

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Update 09:09 Uhr
In der dem Epizentreum nächst gelegenen Stadt Kissamos kam es infolge des Erdbebens zu Schäden an einem Schulgebäude. Dieses wurde daraufhin evakuiert. Zudem berichtet die Website cretalive von Schäden an älteren Gebäuden in mehreren Siedlungen.

Zeugenmeldungen
Chania
Das Haus schwanke ca. 15 Sekunden ziemlich stark hin und her.
Lautes Grummeln war zu hören. (Intensität V)

wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen…

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 27. November, 08:23 Uhr

Magnitude: 6.0

Tiefe: 50 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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