Erdbebenserie in der Toskana

Italien – Eine kräftige Erdbebenserie nahe der italienischen Stadt Florenz hat in der Nacht zu Montag einige Schäden verursacht. Bereits am Sonntagabend registrierte der italienische Erdbebendienst (INGV) nahe des Ortes Barberino di Mugello erste Erdbeben. Die ersten Beben erreichten Magnitude 2.6 bis 2.7 und wurden nur schwach nahe des Epizentrums wahrgenommen. Das Hauptbeben ereignete sich um 4:37 Uhr und erreichte nach INGV-Angaben Magnitude 4.5. Die Herdtiefe lag bei 9 Kilometern.
In weiten Teilen der Toskana und der angrenzenden Region Emilia-Romagna riss die Erschütterungen Anwohner aus dem Schlaf. Vielerorts, vor allem rund um Florenz, flüchteten Anwohner ins Freie.

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Unter anderem in der Kirche von Mugello traten infolge des Erdbebens Schäden auf. Auch in mehreren Privathäusern bildeten sich Risse. Zur Zeit führen Behörden eine Untersuchung der Erdbebenschäden durch. Viele öffentliche Gebäude in der betroffenen Region wurden vorsorglich geschlossen. Meldungen über Verletzte liegen nicht vor.

Zahlreiche spürbare Nachbeben folgten innerhalb der ersten beiden Stunden, darunter auch einige Beben zwischen Magnitude 3 und 3.5, die bis nach Florenz spürbar waren.
Erdbebenserien dieser Art sind in Italien keine Seltenheit. Besonders rund um Florenz kam es in den vergangenen Jahren mehrfach zu Erdbebenserien, meistens allerdings ohne größeres Schadensbeben. In der Regel dauern Erdbebenserien mehrere Stunden bis Tage mit kontinuierlich abnehmender Nachbebenaktivität.

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Update 11:45 Uhr
Rund 70 Menschen, die im Zentrum von Barberino leben, wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass ein Großteil der betroffenen Häuser aufgrund der beim Erdbeben erlittenen Schäden einsturzgefährdet sind. Die Behörden führen zur Zeit entsprechende Kontrollen durch, um den Zustand der Gebäude zu bewerten.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 9. Dezember, 4:37 Uhr

Magnitude: 4.5

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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