Indonesien – Auf der indonesischen Insel Sumatra hat ein starkes Erdbeben am Donnerstag zahlreiche Gebäude beschädigt. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben der indonesischen Erdbebenbehörde (BMKG) in der Region Padang Lawas im Zentrum der Insel. Das Beben erreichte demnach Magnitude 5.6. Aufgrund der geringen Tiefe erreichte es eine relativ hohe Intensität. In mehreren Dörfern nahe des Epizentrums kam es deshalb nach vorläufigen Daten des Katastrophenschutzes BNPB zu einigen Schäden. Neben einer im Bau befindlichen Moschee wurden mindestens vier Wohnhäuser schwer beschädigt. Kleinere Schäden an zahlreichen weiteren Häusern werden zur Zeit noch untersucht. Über Verletzte liegen zunächst keine Informationen vor. Todesopfer werden nicht gemeldet.

Das Erdbeben geht auf die große Sumatra-Störung zurück, eine tausende Kilometer lange Blattverschiebung, die quer durch Sumatra verläuft. An ihr kommt es häufig zu moderaten bis starken Erdbeben, die aufgrund der geringen Tiefe und der teils hohen Bevölkerungsdichte im direkten Umfeld immer wieder zu Schäden führen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 30. April, 10:20 Uhr

Magnitude: 5.6 (ML), 5.1 (Mw)

Tiefe: ca 10 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: ja

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: tektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).