Erdbeben im Norden von Vietnam – Vier Kinder verletzt

Vietnam – In der Grenzregion von Vietnam, China und Laos hat sich am Dienstag ein moderates Erdbeben ereignet. Nach Angaben des Chinesischen Erdbebendienstes (CEIC) erreichte das Beben Magnitude 4.7 und ereignete sich in einer Tiefe von 8 Kilometern. Vietnamesische Behörden ermittelten Magnitude 4.9 und eine Tiefe von rund 13 Kilometern.
Betroffen vom Erdbeben ist die Gemeinde Mường Tè in der Region Lai Châu. Dort war das Beben stark (Intensität VI) zu spüren und verursachte Panik bei vielen Menschen. Es kam, wie lokale Medien berichten, zu kleineren Schäden wie Rissen an zahlreichen Gebäuden. In einer Vorschule stürzte ein Teil einer Zwischendecke auf eine Gruppe Kinder, die zur Zeit des Bebens Mittagsschlaf hielten. Vier der Kinder erlitten Prellungen und Schürfwunden und mussten ärztlich behandelt werden.

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Nach Angaben von Anwohnern kam es bereits in der vergangenen Nacht zu kleineren Vorbeben, die allerdings von keinem Erdbebendienst aufgezeichnet wurden. Vietnamesische Behörden richteten einen Krisenstab ein, der die Schäden des Erdbebens untersuchen und entsprechende Maßnahmen einleiten soll. Es war das stärkste Erdbeben in Vietnam im bisherigen Jahr. Die Erschütterungen waren auch deutlich in Teilen von Laos sowie in der chinesischen Region Yunnan zu spüren, wo auch das lokale Erdbebenfrühwarnsystem anschlug.

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16. Juni, 8:12 Uhr

Magnitude: 4.9

Tiefe: 13 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.