Polen – Ein neues moderates Erdbeben hat am Donnerstag die Bergbauregion Niederschlesien im Südwesten Polens erschüttert. Die Auswirkungen des Bebens waren möglicherweise auch noch in Teilen von Sachsen zu spüren. Nach ersten Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam erreichte das Erdbeben Magnitude 4.3. Das Epizentrum lag wie üblich nahe der Stadt Polkowice, wo es infolge des dortigen Bergbaus häufig teils auch größere Erdbeben gibt. In vielen umliegenden Städten, darunter Glogau (Glogow) und Lüben (Lubin), waren die Erschütterungen deutlich spürbar.

Über mögliche Auswirkungen auf den Bergbaubetrieb in Polkowice oder Schäden an der Oberfläche liegen noch keine Informationen vor. Beben dieser Stärke gehen häufig mit Gebirgsschlägen in den Bergwerken einher. Zudem werden Beben dieser Stärke häufig auch vereinzelt in Hochhäusern im Osten Sachsens verspürt. Zeugenmeldungen sind bisher nicht eingegangen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 19. November, 10:27 Uhr

Magnitude: 4.3

Tiefe: 1 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: ja

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: induziert (Bergbau)

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).