Kroatien: Zwei starke Erdbeben südlich von Zagreb – Schäden in Petrinja und Sisak

Kroatien – Etwa neun Monate nach dem starken Erdbeben im März, das tausende Gebäude beschädigte, hat ein neues Beben die kroatische Hauptstadt Zagreb erschüttert. Um 6:28 Uhr am 28. Dezember ereignete sich nach vorläufigen Angaben ein Erdbeben der Stärke 5.1. Das Epizentrum lag diesmal allerdings einige Kilometer südöstlich von Zagreb nahe der Stadt Sisak. Zur Tiefe gibt es noch keine genauen Angaben.
In Zagreb waren die Erschütterungen noch sehr deutlich zu spüren, sodass viele Menschen aus dem Schlaf gerissen wurden. Wie im März umfasste das Schüttergebiet zudem auch weite Teile von Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Ungarn sowie einzelne Regionen von Österreich.

Rund um Sisak sind kleinere bis mittlere Schäden infolge des Erdbebens wahrscheinlich.

Update 07:03 Uhr
Nach kroatischen Medienberichten kam es in der Stadt Petrinja unmittelbar südlich des Epizentrums zu einigen Gebäudeschäden. Dies habe der Bürgermeister der Stadt mitgeteilt. Er sprach vom stärksten Erdbeben, das er je erlebt hat.

Update 07:53 Uhr
Soeben wurde ein neues Erdbeben verspürt, wohl ähnlich stark wie das erste…

Update 07:55 Uhr
EMSC meldet, dass das neue Erdbeben Magnitude 5.0 erreichte. Das Epizentrum lag erneut nahe Sisak. Damit ist auch das aktuelle Beben, wie bereits im März, ein Doppelbeben mit zwei ähnlich starken innerhalb kurzer Zeit.

Update 08:00 Uhr
EMSC korrigierte auf Magnitude 4.9. Zwar war das zweite Beben schwächer als das erste, doch war es immer noch stark genug, um Gebäudeschäden zu verursachen. Vor allem Häuser, die vom ersten Beben bereits Schäden davongetragen haben, sind bei so starken Nachbeben gefährdet.

Update 09:45 Uhr
Petrinja und Sisak sind vom Erdbeben am stärksten betroffen. In beiden Orten gibt es Schäden an zahlreichen Häusern. Meist handelt es sich um relativ geringe Schäden. Vor allem stürzten oft Teile von Fassaden oder Verputz herab. Vielerorts bildeten sich Risse in Häusern. In einzelnen Fällen berichten Bewohner und Behörden von teilweise eingestürzten Gebäuden oder erheblich beschädigten Wänden. An einem Haus stürzte zudem ein Teil des Daches ein.
Im Laufe des Tages werden weitere Details zum Ausmaß der Schäden erwartet. Bisher gibt es keine Meldungen über Verletzte.

wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen…

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 28. Dezember, 6:28 Uhr

Magnitude: 5.1

Tiefe: ca 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

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