Starkes Erdbeben (M5.5) Arequipa, Peru (Sabancaya); 16. März, 07:06 Uhr – 120 Häuser zerstört

ShakeMap (Intensitätsberechnung):


Anzeige

Was ist passiert:

Starkes Erdbeben am peruanischen Vulkan Sabancaya. Das Epizentrum lag am Nordhang des Berges nahe des Ortes Maca. Nach Angaben des peruanischen Erdbebendienstes erreichte es Magnitude 5.5. Das USGS ermittelte Magnitude 5.6. Aufgrund der geringen Tiefe des Bebens ist in der Umgebung des Epizentrums eine hohe Intensität mit entsprechenden Schäden zu erwarten. Am Sabancaya kommt es seit einigen Jahren aufgrund andauernder vulkanischer Aktivität häufig zu starken Erdbeben, die immer wieder zu teils erheblichen Schäden geführt haben.

Bereits am Dienstagabend setzte eine Serie kleinerer Erdbeben ein, das stärkste mit Magnitude 4.7, die in Maca zu Gebäudeschäden und kleineren Erdrutschen geführt haben. Verletzt wurde dabei nach ersten Meldungen niemand. Das neue Beben am Mittwoch dürfte die Situation verschlimmert haben.

Update 17:25 Uhr
In Maca wurden infolge des Erdbebens 120 Gebäude zerstört, wie lokale Medien berichten. Es gab zudem zahlreiche Erdrutsche, wodurch Straßen und Häuser beschädigt wurden. Die Schadensauswertung des Katastrophenschutzes dauert an. Rund 100 Familien haben durch das Beben ihre Häuser verloren. Meldungen über Verletzte gab es zunächst nicht.

Anzeige

Aktuelle Erdbebenaktivität in der Region:

In den vergangenen 30 Tagen wurden in der Region (Kartenausschnitt) 9 Erdbeben über Magnitude 3.9 registriert. Damit war die Erdbebenaktivität im vergangenen Monat dort etwas höher als im langjährigen Vergleich (weniger als 20 Prozent Abweichung).

Zusammenfassung der Erdbebendaten:

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen?

Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Erdbebenmessung im Wohnzimmer: Professionelle Seismometer für Experten und Laien (Gesponsert)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 16. März, 07:06 Uhr

Magnitude: 5.5

Tiefe / Depth: 12 km

Spürbar / Felt: ja / yes

Schäden erwartet / Damage expected: ja / yes

Opfer erwartet / Casualties expected: nein / no

Ursprung / Origin: vulkano-tektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

Hast du dieses Erdbeben gespürt? Bitte teile deine Beobachtung (Formular einblenden)

    Detailbeschreibung (optional, wird nicht veröffentlicht):

    Aktuelles aus der Region  Leichte Schäden durch Erdbeben (M4.4) in Santa Rosa, Kalifornien

    Die hier gemachten Angaben dienen der möglichen Auswertung des beobachteten Erdbebens. Die Felder "Ort der Wahrnehmung" und "Deine Beschreibung" werden ggf. als Teil der Berichterstattung nach vorheriger Prüfung veröffentlicht. Mit Absenden der Erdbebenmeldung stimmst du diesen Verwendungszweck zu. Du kannst die Angaben jederzeit widerrufen. Bei Rückfragen wende dich bitte an den Seitenadministrator. Weitere generelle Hinweise zum Datenschutz findest du hier.

    Anti-Spam-Quiz:



    Erdbebendaten: IGP

    Statistik:

    Seit 1960 gab es in der Region etwa 123 Erdbeben, die stärker waren als Magnitude 5. Durchschnittlich gibt es in dem Teil von Peru 2.07 Erdbeben der Stärke 5 oder höher pro Jahr. Damit ist die Erdbebenaktivität in der Region normalerweise sehr hoch und Beben dieser Stärke haben eine durchschnittliche Wiederkehrperiode von etwa 5.8 Monaten (174 Tagen).

    Übersicht der stärksten Erdbeben im Kartenausschnitt* (Peru und Umgebung)

    Datum Magnitude Tiefe (km)
    23.6.2001 8.4 33
    15.8.1963 7.7 550
    7.7.2001 7.6 33
    12.4.1988 7.1 33
    1.3.2019 7.0 267
    16.2.1979 6.9 53
    24.5.1991 6.8 128
    24.8.2014 6.8 101
    3.4.1999 6.8 87
    5.7.2001 6.6 62

    *Daten: USGS-Katalog (ab Magnitude 5, seit 1960)
    Hinweis: Dieser Erdbebenkatalog enthält neben natürlichen Erdbeben auch induzierte Erdbeben sowie vereinzelte Detektionen anderer Ereignisse wie Sprengungen oder Waffentests. Zudem kann die angegebene Magnitude aufgrund der Verwendungen anderer Skalen von anderen Erdbebendiensten leicht abweichen.