Starkes Erdbeben (M5.5) Ishikawa, Japan – Fünf Verletzte, leichte Schäden

ShakeMap (Berechnete Intensität des Erdbebens in Japan):


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Was ist passiert:

Starkes Erdbeben mit hoher Intensität im Westen von Japan. Das Epizentrum lag auf der Noto-Halbinsel in der Präfektur Ishikawa. Nach Angaben der Japanischen Meteorologiebehörde (JMA) erreichte das Beben Magnitude 5.2. Das Forschungszentrum für Geowissenschaften (Bosai) errechnete Magnitude (Mw) 5.5. Die Erschütterungen waren entlang der Westküste Honshus und auf vorgelagerten Inseln zu spüren. In der nächstgelegenen Stadt Suzu erreichte die Intensität laut JMA den dritthöchsten Wert 6- auf der Shindo-Skala. Umliegende Orte erreichten Shindo 5-. Dort sind Gebäudeschäden und auch kleinere Erdrutsche wahrscheinlich.

Auf der Noto-Halbinsel kam es bereits in den vergangenen Tagen zu einigen leichten Erdbeben. Das heutige Beben stellt somit das bisherige Hauptbeben einer Erdbebensequenz dar. Anders als viele Erdbeben an der Ostküste geht dieses Beben nicht auf eine Subduktionszone zurück und ereignete sich in geringerer Tiefe. Daher ist die Intensität höher. Ursprung des Erdbebens ist eine kleinere Überschiebung, die in Tiefen von rund 15 Kilometern parallel zur Küste der Halbinsel verläuft. Zahlreiche eher moderate Schadensbeben der jüngeren Geschichte auf der Halbinsel werden mit dieser Überschiebung in Verbindung gebracht.

Das stärkste in historischer Zeit ereignete sich im Jahr 1729 und erreichte Magnitude 7. 2007 am es zu einem ähnlich starken Erdbeben am südwestlichen Ende der Halbinsel.

Update 21:53 Uhr
Infolge des Erdbebens wurden auf der Noto-Halbinsel fünf Menschen leicht verletzt. Dabei handelt es sich um kleinere Verletzungen, die durch Stürze oder zerbrochenes Glas entstanden sind und ambulant behandelt wurden.
Schäden an Gebäuden sind überwiegend gering. Es kam zu Glasbruch und Schäden an Wasserleitungen in mehreren Städten. Eine Straße wurde durch einen Erdrutsch blockiert. Zudem stürzte die Pforte eines Schreins ein.

Datenquelle Erdbebenauswirkungen (falls vorhanden):

NHK, FDMA

Aktuelle Erdbebenaktivität in Japan:

In den vergangenen 30 Tagen wurden in Ishikawa, Japan (Kartenausschnitt) 6 Erdbeben über Magnitude 4.0 registriert. Damit war die Erdbebenaktivität im vergangenen Monat dort deutlich niedriger als im langjährigen Vergleich (über 20 Prozent Abweichung).

Zusammenfassung der Erdbebendaten:

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen?

Erdbebensicheres Bauen: Nutzen, Notwendigkeit und Umsetzung mit Rigips (Gesponserter Link)

Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 19. Juni, 08:08 Uhr

Magnitude: 5.5

Tiefe / Depth: 13 km

Spürbar / Felt: ja / yes

Schäden erwartet / Damage expected: nein / no

Opfer erwartet / Casualties expected: nein / no

Ursprung / Origin: tektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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    Erdbebendaten: Bosai

    Statistik:

    Seit 1960 gab es in der Region etwa 562 Erdbeben, die stärker waren als Magnitude 5.5. Durchschnittlich gibt es in dem Teil von Japan 9.38 Erdbeben der Stärke 5.5 oder höher pro Jahr. Damit ist die Erdbebenaktivität in der Region normalerweise sehr hoch und Beben dieser Stärke haben eine durchschnittliche Wiederkehrperiode von etwa 1.3 Monaten (39 Tagen).

    Übersicht der stärksten Erdbeben im Kartenausschnitt* (Japan und Umgebung)

    Datum Magnitude Tiefe (km)
    11.3.2011 9.1 29
    11.3.2011 7.9 43
    12.6.1978 7.7 44
    16.6.1964 7.6 15
    26.5.1983 7.4 24
    16.3.2022 7.3 41
    16.1.1961 7.2 30
    16.8.2005 7.2 36
    7.4.2011 7.1 42
    23.7.1982 7.1 37

    *Daten: USGS-Katalog (ab Magnitude 5, seit 1960)
    Hinweis: Der Erdbebenkatalog enthält neben natürlichen auch induzierten Erdbeben. Dazu zählen zum Teil auch Sprengungen und Explosionen. Somit sind einzelne „falsche“ Erdbeben in der Darstellung möglich. Auch die Magnitudenangabe einzelner Erdbeben kann aufgrund von Katalogunterschieden variieren.