Startseite » Österreich » Leichtes Erdbeben (M3.4) erschüttert Kärnten und Slowenien

ShakeMap (Berechnete Intensität des Erdbebens in Slowenien, Österreich):

Berechnete Intensität (ShakeMap) des Erdbebens der Stärke 3.4 am 9. Januar, 01:02 Uhr in Slowenien
Epizentrum, ShakeMap und historische Erdbeben der Region auf interaktiver Karte anzeigen

Betroffene Menschen

Das Erdbeben der Stärke 3.4 ereignete sich am 9. Januar, 01:02 Uhr Mitteleuropäischer Zeit nahe des Ortes Kokrica, Slowenien. Erdbebennews berechnet für dieses Erdbeben eine Maximalintensität von 3.4. Bis zu 926k Menschen (im Kartenausschnitt) haben dieses Erdbeben gespürt. Davon leben 926k Menschen in Regionen mit leichten oder mäßig starken Erschütterungen, wo keine nennenswerten Schäden zu erwarten sind. 0 Menschen leben dort, wo Schäden an Gebäuden auftreten können, davon 0 in Gebieten mit möglichen schweren Schäden und Zerstörungen.

Intensität 2 3
Betroffene Menschen 802k 124k
Intensitätsstufe Betroffene Menschen Auswirkungen
2 – 5.5 926k Spürbares Beben
5.5 – 6.5 0 Leichte Schäden
6.5 – 8 0 Mäßige Schäden
8 – 10 0 Schwere Schäden

Was ist passiert?

Das Epizentrum lag südlich von Klagenfurt an der Grenze von Slowenien und Österreich. Die Erschütterungen waren in beiden Ländern zu spüren und umfassten neben Klagenfurt auch Villach sowie die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Dabei war die Intensität des Bebens meist gering. Da es sich gegen 1 Uhr morgens ereignete, haben nur wenige Menschen das Beben verspürt, die meisten haben die Erschütterungen verschlafen. Schäden sind bei diesem Erdbeben nicht zu erwarten.

Betroffene Städte, Orte

Stadt Land Intensität (EMS-98) Bewohner Entfernung Epizentrum (km) Beschreibung
Sankt Peter AT 3.1 20300 20.0 leicht spürbar
Sankt Martin AT 3.1 20000 19.4 leicht spürbar
Klagenfurt am Wörthersee AT 3.1 90600 19.9 leicht spürbar
Kokrica SI 3.1 1600 20.0 leicht spürbar
Völkermarkter Vorstadt AT 3.1 4500 19.6 leicht spürbar
Mlaka pri Kranju SI 3.1 1600 18.5 leicht spürbar
Ferlach AT 3.1 4300 9.6 leicht spürbar
Hörtendorf AT 3.1 2400 20.6 leicht spürbar
Villacher Vorstadt AT 3.0 8400 20.1 leicht spürbar
Kranj SI 2.9 36900 23.5 kaum spürbar

Aktuelle Erdbebenaktivität nahe Kokrica:

In den vergangenen 30 Tagen wurden in Kokrica (Kartenausschnitt) 1 Erdbeben über Magnitude 2.9 registriert. Damit war die Erdbebenaktivität im vergangenen Monat dort deutlich höher als im langjährigen Vergleich (über 20 Prozent Abweichung).

Zusammenfassung der Erdbebendaten:

Wie verhalte ich mich im Falle eines schweren Erdbebens?

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wo kommen sie vor? Wann sind Erdbeben gefährlich?

Erdbebenmessung im Wohnzimmer: Professionelle Seismometer für Experten und Laien (Gesponsert)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 9. Januar, 01:02 Uhr

Magnitude: 3.4

Tiefe: 14 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: --

Opfer erwartet / Casualties expected: --

Ursprung / Origin: tektonisch

Tsunami: --

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

Hast du dieses Erdbeben gespürt? Bitte teile deine Beobachtung (Formular einblenden)

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Erdbebendaten: ZAMG

Statistik:

Seit 1960 gab es in der Region etwa 26 Erdbeben, die stärker waren als Magnitude 4.0 (einschließlich induzierter Erdbeben). Durchschnittlich gibt es in dem Teil von Slowenien, Italien, Österreich (nahe Kokrica) 0.44 Erdbeben der Stärke 4.0 oder höher pro Jahr. Damit ist die Erdbebenaktivität in der Region normalerweise moderat und Beben der Stärke 3.4 haben eine durchschnittliche Wiederkehrperiode von etwa 6.9 Monaten (207 Tagen).

Übersicht der stärksten Erdbeben im Kartenausschnitt

Datum Magnitude Tiefe (km)
12.4.1998 5.6 10
19.5.1963 5.3 10
12.7.2004 5.2 8
15.9.1976 4.8 33
11.11.1990 4.7 22
16.7.1977 4.6 6
6.5.1998 4.6 10
13.5.1999 4.4 10
14.1.2005 4.3 10
3.12.2012 4.3 8

*Daten: USGS-Katalog (seit 1960)
Hinweis: Der Erdbebenkatalog enthält neben natürlichen auch induzierten Erdbeben. Dazu zählen zum Teil auch Sprengungen und Explosionen. Somit sind einzelne „falsche“ Erdbeben in der Darstellung möglich. Auch die Magnitudenangabe einzelner Erdbeben kann aufgrund von Katalogunterschieden variieren.

Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).