„Ringförmiger“ Erdbebenschwarm im Nordwesten von Mexiko

BCS
Lage der Epizentren der letzten 48 Stunden (Daten: SSN)

Mexiko – Die Kleinstadt Santa Rosalia im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur hat in den vergangenen Tagen einige dutzend Erdbeben zu spüren bekommen. Dabei zeigten sich in der Lokalisierung der Epizentren seltsame Strukturen.

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Die Bebenaktivität begann am Sonntagmorgen Ortszeit und hält zur Zeit an. Die mexikanische Seismologiebehörde SSN registrierte seit dem insgesamt 87 Erdbeben, davon die meisten stärker als Magnitude 2 und zum größten Teil in der Stadt Santa Rosalia spürbar, da der Herd in nur rund 5 Kilometern Tiefe lag. Die Magnituden waren insgesamt relativ niedrig, das stärkste Beben erreichte Magnitude 3.2. Schäden meldeten die Behörden bisher nicht. Ein Ortsvorsteher von Santa Rosalia sprach jedoch von „kontinuierlichen Erschütterungen“, die die Einwohner der Stadt sehr beunruhigen.
Auffällig: Die Lokalisierungen der SSN zeigen, dass die Epizentren ringförmig um Santa Rosalia angeordnet sind und einen Halbkreis mit einem Radius von etwa 20 Kilometer bilden.

Über den Ursprung dieser Erdbeben ist bisher wenig bekannt. Experten halten sowohl tektonische als auch vulkanische Ursachen für möglich. Santa Rosalia liegt in einem vulkanisch aktiven Gebiet. Drei bekannte Vulkanfelder, die Isla Tortuga, El Aguajito und Tres Virgenes werden vom Erdbebenschwarm tangiert. Zudem befindet sich die 10 Kilometer große La Reforma Caldera, die bei einem gewaltigen Ausbruch vor 700.000 Jahren entstand, nördlich der Stadt.

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Die Situation wird von den Behörden weiter überwacht.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): Seit dem 21. August

Magnitude: bis 3.2

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: magmatisch?

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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Patricia Komiske

Der Bericht ist wieder sehr gut geworden Jens, und auch sehr informativ.