Zwei Tote und dutzende Verletzte bei Erdbeben in Bangladesch

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Indien / Bangladesh – Weite Teile von Bangladesh und angrenzenden Regionen Indiens wurden am Dienstag von einem starken Erdbeben getroffen. Nach vorläufigen Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam lag das Epizentrum im indischen Bundesstaat Tripura. Das Beben erreichte demnach eine Stärke von 5.5. Vom USGS wird ebenfalls Magnitude 5.5 angegeben. Demnach lag der Erdbebenherd in rund 35 Kilometern Tiefe.
Die Erschütterungen waren in umliegenden Bundesstaaten deutlich spürbar. Auch in Bangladesh, wo besonders in der Hauptstadt Dhaka viele Menschen aus Angst aus ihren Häusern kamen. Zeugen aus Sylhet im Osten Bangladeshs und der indischen Stadt Guwahati beschreiben ebenfalls starke Erschütterungen. Ausläufer waren bis nach Kalkutta zu spüren.
Rund um das Epizentrum ist mit Schäden zu rechnen.

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Update 12:44 Uhr
Durch das Erdbeben brach vor allem in Dhaka, aber auch in anderen Städten von Bangladesh Panik aus. Durch Stampeden wurden landesweit dutzende Menschen verletzt. Die meisten in Dhaka. Aus Sylhet werden drei Leichtverletzte gemeldet. Mindestens eine Person starb an den Folgen eines Herzinfarktes. Bei dem Toten soll es sich um einen 60-Jährigen aus dem Dorf Hasampur im Westen von Bangladesch handeln.
Im Osten des Landes, das näher am Epizentrum liegt, berichten Einwohner von Spalten, die sich im Boden aufgetan haben. Stellenweise tritt dort Wasser aus und es kam zur Bildung von Sandvulkanen. Meldungen über größere Gebäudeschäden gibt es noch nicht.

Update 14:34 Uhr
Ein zweites Todesopfer aus Bangladesch ist bestätigt. Nach Informationen nationaler Medien handelt es sich um ein 12 jähriges Mädchen aus der Stadt Sylhet, die in Panik eine Treppe hinunter lief, dabei stürzte und sich tödlich verletzte.
Aus dem indischen Bundesstaat Tripura werden unterdessen schwere Schäden gemeldet. Im Distrikt Dhalai sollen zahlreiche Gebäude eingestürzt sein. Genaue Informationen liegen noch nicht vor.

Vor exakt einem Jahr, am 3. Januar 2016, erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.7 den Indischen Bundesstaat Manipur. Dort und in nahe liegenden Regionen von Bangladeshs kam es zu teils schweren Schäden. Etwa 20 Menschen wurden durch einstürzende Häuser getötet.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3. Januar, 10.09 Uhr

Magnitude: 5.5

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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