Starkes Erdbeben in Usbekistan (nahe Samarkand)

In Usbekistan ereignete sich um 8.08 Uhr ein Erdbeben der Stärke 6,0. Nach USGS Angaben hatte es eine Tiefe von 27 Kilometern. Das Epizentrum lag nahe der Großstadt Samarkand.Die Erstöße waren auch in der hauptstadt Taschkend, sowie in Duschanbe, der Hauptstadt von Tadschikistan spürbar.
Bereits gestern kam es im Osten des Landes nahe Taschkent zu einem Erdbeben der Stärke 5,5, das mehrere Häuser zerstörte.

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Update:
USGS hat die Stärke auf 5,8 korrigiert. Gleichzeitig wurde die Tiefe auf 19 km herabgesetzt. Dadurch sei die Intensität am Epizentrum (VII) höher als zu Beginn angegeben (VI), somit besteht ein höheres Risiko von schweren Schäden und Opfern.
Bislang liegen keine Informationen über diese vor.
Das heutige Epizentrum lag, im Vergleich zu gestern in einer dünner besiedelten Region. Dort befinden sich mehr Dörfer als Stärdte. Dennoch ist das Risiko dort sehr hoch. Es kann noch mehrere Stunden dauern, bis es erste Informationen gibt.

Update:
Der Informationsfluss aus Usbekitan ist praktisch nicht vorhanden. Aus den lokalen, russisch sprachigen Medien (Google Translator kann leider kein Usbekisch) ist wenig bis garnichts zu entnehmen, was auch daran liegt, dass es von offizieller Seite keine Informationen gibt. Schon beim gestrigen Erdbeben war dies ein Problem.
Aktuell wissen wir von einem Zeugen aus Bulungur, 44 km vom Epizentrum entfernt, der sich beim EMSC gemeldet hat, dass viele Gebäude beschädigt wurden, mit eingestürzten Schornsteinen, Risse in Mauern und zerbrochenen Fensterscheiben. Allgemein gab es an vielen Orten Panik, auch in Tadschikistan.
Mehr Informationen gibt es leider noch nicht. Wir hoffen, dass sich das morgen ändern wird.

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Update:
Medien in Tadschikistan berichten von Rissen an Häusern in Taschkent.

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Siehe auch:
Starkes Erdbeben in Usbekistan (25 Mai 2013)

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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