Erdbeben in Peru hinterlässt 8 Tote, viele Häuser eingestürzt

Am frühen Morgen um 4.35 Uhr MESZ traf ein Erdbeben moderater Stärke den Süden von Peru. Nach Angaben des Erdbebendienstes von Peru hatte es Magnitude 5.1 und eine Tiefe von 8 Kilometern. Das Epizentrum lag in der Andenregion Cusco, nahe der Stadt Paruro. Durch die flache Tiefe und die recht dichte Besiedlung rund um das Epizentrum endete das eigentlich durchschnittliche Erdbeben in einer Tragödie. Nach ersten Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 9 Menschen von einstürzenden Häusern erschlagen, 15 weitere verletzt. Es ist die Rede von vier weiteren Vermissen. Erste Zählungen gehen von 30 eingestürzten Häusern aus. Mindestens 17 weitere wurden beschädigt.

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Weitere Details werden zur Zeit überprüft. Mit einem Anstieg der Opferzahlen wird gerechnet. Rettungskräfte mit Hilfsgütern haben die Region bereits erreicht. Rettungsarbeiten werden dadurch erschwert, dass mehrere Straßen vom Erdbeben beschädigt / zerstört wurden.

Update 29 September
Die offiziellen Zahlen des heutigen Tages liegen ein wenig unterhalb der Zahlen, die in den ersten Nachrichtenmeldungen gestern morgen veröffentlicht wurden. Demnach gibt es „nur“ 8 Tote (darunter 4 Kinder) un 5 Verletzte (wobei bei der Zahl der Verletzten wahrscheinlich noch Korrekturen erfolgen). 530 Menschen haben ihre Häuser verloren. Mehrere Dutzend Gebäude sind eingestürzt, mehr als 100 wurden beschädigt. In einem Dorf wurden 80% aller Häuser schwer beschädigt oder zerstört. Dort und in einem weiteren betroffenen Dorf wurde der Ausnahmezustand verhängt.

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wird fortgesetzt…

Cusco

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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