Spürbares Erdbeben (M 2.8) bei Cloppenburg, Niedersachsen

Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Textes

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Wie uns mehrere Zeugen mitteilten, hat es in der vergangenen Nacht ein spürbares Erdbeben im Raum Cloppenburg gegeben.

Zur Zeit wird dieses Erdbeben von keinem Institut bestätigt, eine Manitudenangabe gibt es entsprechend noch nicht. Das Seismische Messsystem in der Region (weg.dmt.de) bestätigt ein Ereignis zur genannten Zeit, ausgewertet wurde dieses noch nicht. Wir schätzen, dass das Erdbeben mindestens Magnitude 2.5 hatte.

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Sobald weitere Informationen verfügbar sind, schreiben wir ein Update.

Update 08.45 Uhr
Geofon bestätigt dieses Erdbeben. Magnitude 2.8 wird angegeben. Somit ist es das zweitstärkste Erdbeben in Norddeutschland in diesem Jahr. Das Epizentrum lag unmittelbar nördlich von Emstek im Ort Höltinghausen, knapp 7 Kilometer von Cloppenburg entfernt. (Siehe Karte) Das Seismische Messsystem hat ebenfalls Magnitude 2.8 registriert.

Bereits am 28. Juli hat es in der Region ein Erdbeben der Stärke 2.1 gegeben. Erdbeben in diesem Teil von Niedersachsen werden durch die dortige Erdgasförderung ausgelöst.

Erdbeben dieser Stärke können an den wenig erdbebenresistenten Gebäuden leichte Schäden verursachen. So geschehen bei mehreren Erdbeben im Raum Rotenburg in den vergangenen Jahren. So geschehen gestern im Norden der Niederlande.

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt? Gab es Schäden bei Ihnen? 

Zeugenmeldungen erhielten wir aus folgenden Orten:
Emstek: „02.12 Uhr am  02.09.2014: Haus hat für eine halbe Sekunde spürbar gewackelt“
Bakum: „Schranktüren haben hörbar geklappert und das Bett hat vibriert. Das ganze dauerte nur wenige Sekunden. Uhrzeit: 2:12 Uhr“
Bühren: „02.08.14 Ca. Kurz nach 02 Uhr? Schranktür hat leicht gewackelt“
Deindrup: „1:10 02.09.14
Ca.2 sec. Schranktüren haben geklappert“
Langförden: „02.09.2014 Nachts um kurz nach 02:00: Es hat gerummst, kurz gewackelt und meine Heizung hat gegluckert. das War’s“
Langförden: „Mein Lebensgefährte und ich sind gegen 2:10 Uhr in der Nacht zum Dienstag verschreckt aufgewacht, weil eine Erschütterung für wenige Sekunden wie durch Mark und Bein ging. Wenige Minuten später dann nochmal eine deutlich geringere zweite Erschütterung.
Schäden am Haus haben wir bis jetzt auch noch nicht festgestellt, aber auch noch nicht ausgiebig nach gesucht.
Unheimlich war das ganze aber sehr.“

Weitere Zeugenmeldung sind in den Kommentaren zu diesem Text zu finden.

Bakum

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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