Verletzte, schwere Schäden durch Erdbeben auf Sumatra

Am Abend des 10. September MESZ wurde die Indonesische Stadt Padangpanjang auf der Hauptinsel Sumatra von einem moderaten Erdbeben erschüttert. Nach Angaben der indonesischen Erdbebenbehörde wurde Magnitude 5.0 registriert, der Herd des Erdbebens lag 14 km südlich der Stadt in einer flachen Tiefe von etwa 10 Kilometern.
Durch die hohe Intensität des Bebens wurden die Bewohner der Stadt aus dem Schlaf gerissen, viele rannten auf die Straßen und verbrachten die restliche Nacht aus Angst vor Nachbeben dort.
Erste Untersuchungen der Erdbebenschäden belegen, dass viele Gebäude betroffen sind. An mindestens Schulgebäuden wurden deutliche Schäden festgestellt. Ein Krankenhaus wurde wegen großer Risse in den Wänden und Einsturzgefahr einiger Bereiche teilweise evakuiert. Auch viele Wohnhäuser erlitten Schäden, teilweise stürzten Teile von Wänden und Decken ein. Mindestens 2 Personen wurden beim Erdbeben verletzt, darunter ein zweijähriges Kind.

Ursprung des Erdbebens ist die Sumatra-Verwerfung, eine Horizontalverschiebung, die die Insel von Nordwesten nach Südosten durchzieht. An ihr kommt es immer wieder zu moderaten bis starken Beben, die aufgrund des flachen Hypozentrums, je nach Bevölkerungsdichte, zu schweren Schäden und teilweise Todesopfer führen.

Update 12. September, 09.04 Uhr
Mindestens 194 Gebäude wurden durch das Erdbeben beschädigt (darunter 11 Schulen), 15 von ihnen schwer. Betroffene Familien wurden evakuiert. Behörden bestätigten, dass 4 Menschen verletzt wurden, darunter ein Mann mit Genickbruch. Einige Medien sprechen von bis zu 6 Verletzen.

Sumatra

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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