Verletzte bei Erdbeben in Gilan

Iran – Nach der Provinz Buschehr wurde am Abend auch die Provinz Gilan im Norden des Iran von einem moderaten Erdbeben getroffen. Das Epizentrum lag nach Angaben der Iranischen Seismologiebehörde nahe der Stadt Langrud, rund acht Kilometer von der Küste des Kaspischen Meeres entfernt. Demnach erreichte es Magnitude 4.8. Der Erdbebenherd lag in 23 Kilometern Tiefe. In Langrud und anderen Städten der Region waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Viele Menschen haben in Panik ihre Häuser verlassen. Rettungskräfte des Roten Halbmonds sind im Einsatz, um mögliche Schäden zu beurteilen. Bislang gibt es keine Meldungen über größere Auswirkungen. In einzelnen Gebäuden bildeten sich allerdings Risse.

Mindestens zwei Menschen wurden nach dem Erdbeben in Krankenhäusern behandelt. Diese wurden durch herabstürzende Gegenstände leicht verletzt.
Viele Menschen werden die kommende Nacht aus Angst vor Nachbeben im Freien verbringen. Die Behörden haben Notunterkünfte eingerichtet.

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Erst am Morgen hat ein Erdbeben der Stärke 4.9 die iranische Provinz Buschehr getroffen. Dabei wurden nach aktuellen Angaben mindestens 16 Menschen verletzt und einige Gebäude zerstört.

Update 21:56 Uhr
Die Zahl der Verletzten infolge dieses Erdbebens ist auf 19 gestiegen, wie der Rote Halbmond am späten Abend mitgeteilt hat. Die meisten Betroffenen erlitten nur leichte Verletzungen.
Aus einigen Orten nahe des Epizentrums werden inzwischen kleinere Schäden gemeldet.

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Update 06. Dezember
Die Zahl der Verletzten durch die beiden Erdbeben im Iran am Dienstag ist auf 63 gestiegen. 33 Menschen wurden beim Erdbeben in Buschehr (M4.9) durch herabstürzende Trümmer verletzt, einer von ihnen schwer. 30 weitere verletzten sich bei der Flucht aus Gebäuden und durch herabstürzende Gegenstände beim Erdbeben in Gilan (M4.8). Davon werden sieben stationär in Krankenhäusern behandelt.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16:27 Uhr

Magnitude: 4,8

Tiefe: 23 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.

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