Neue Erdbeben erschüttern Taunus

Heidenrod – Mehrere Tage nach der bisherigen Hauptaktivitätsphase des Erdbebenschwarms ist es im Taunus am Montagmorgen zum bislang stärksten Erdbeben der Sequenz gekommen. Nach automatischen Angaben des Hessischen Erdbebendienstes beim HLNUG erreichte dieses Beben um 08:20 Uhr Magnitude 2.7. Der Erdbebendienst Südwest gibt es zunächst mit Magnitude 2.3 an. Wie beim Erdbebenschwarm zuvor lag das Epizentrum auf dem Gebiet der Gemeinde Heidenrod in Hessen an der Grenze zum rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis. Aufgrund der höheren Magnitude ist anzunehmen, dass dieses Erdbeben vereinzelt zu spüren war.
Angesichts der zuvor schwarmartigen Charakteristik ist mit vielen Nachbeben, eventuell mit weiteren über Magnitude 2 zu rechnen. Ein erstes Nachbeben mit Magnitude 1.4 (automatische Angaben) registrierte das HLNUG um 08:26 Uhr. Zudem hat es in den Minuten vor dem Hauptbeben mehrere kleine Vorbeben gegeben, die allerdings bisher nicht genau ausgewertet werden konnten.

Update 08:41 Uhr
Die Vermutung eines neuen, stärkeren Erdbebenschwarms scheint sich zu bestätigen. Schon um 08:35 Uhr folgte das zweite stärkere Erdbeben. Dieses erreichte laut HLNUG Magnitude 2.5. Das Landesamt Rheinland-Pfalz bestätigt die ähnliche Magnitude zum ersten Beben und gibt ebenfalls Magnitude 2.3 an.

wird fortgesetzt…

Zeugenmeldungen
Schlangenbad-Obergladbach
Ca. 8.25 . Erst dumpfes grollen dann leichtes rüttel
Und ca 10 min noch mal (Intensität III)

Heidenrod-Langschied
um 08:35 saß ich im Wohnzimmer schräg gegenüber von unserem Kachelofen, als ich ein Klappern der Kachelofentür und ein Grollen ähnlich eines Fliegers wahrnahm. (Intensität II)

Liste der bestätigten Erdbeben seit dem 22. Januar

UhrzeitMagnitudeEpizentrumIntensitätQuelle
08:20 Uhr1.0Hilgenroth, Heidenrod (HE)LGB
08:20 Uhr2.6Hilgenroth, Heidenrod (HE)IILGB
08:26 Uhr0.8Hilgenroth, Heidenrod (HE)LGB
08:36 Uhr2.3Hilgenroth, Heidenrod (HE)IILGB

Zuletzt aktualisiert: 11:07 Uhr

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 08:20 Uhr

Magnitude:

Tiefe:

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Hessischer Erdbebendienst
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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Ein Kommentar

  1. Mir tun die Betroffenen in der Gegen einfach nur noch leid. Denn die Frage ist, ob diese Beben – je mehr es dem Ende der Zeche Prosper Haniel Ende 2018 entgegen geht – am Ende immer schlimmer werden und in immer kuerzeren Abständen auftreten.

    Was hier beschrieben wird, ist in der Tat beängstigend. Aber auch hier in Bayern scheint es immer mehr solche Events zu geben. Denn auch ich höre immer wieder mal nachts bei uns ebenfalls ein dumpfes Grollen tief unten in der Erde. Ab und an ist zwar ein leichtes Vibrieren dabei, aber zum Glueck nicht so schlimm.

    Von daher kann ich gut nachvollziehen, dass das was da rund um Bottrop und Kirchellener Heide passiert, absolut beängstigend sein muss. Hoffentlich bricht da nicht eines Tages die Erde ein, weil die ausgeerzten Stollen einbrechen. Denn dann könnten wieder viele Menschen ihre Heimat verlieren.

    Hoffemtlich passen die in dieser Zeche Prosper Haniel mehr auf. Noch mehr Beben jedenfalls brauchen die Menschen da dort nicht.

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