Erdbebenschwarm im Westen Javas

Indonesien – In der Indonesischen Region Banten im Westen der Hauptinsel Java wird seit einigen Stunden ein Erdbebenschwarm registriert. Die Geophysik-Behörde BMKG registrierte seit 4 Uhr MESZ insgesamt fünf spürbare und zahlreiche kleinere Erdbeben. Mindestens vier Beben waren stärker als Magnitude 4, das bisher stärkste 4.6. Die Epizentren des Erdbebenschwarmes lagen an der Südküste von Banten, etwa 100 Kilometer südlich vom Stadtzentrum der Indonesischen Hauptstadt Jakarta. Alle Beben hatten eine sehr geringe Herdtiefe von nur rund 5 Kilometern.
Besonders die größeren Beben waren auch in umliegenden Großstädten wie Sukabumi und auch im Süden von Jakarta zu spüren. Am Epizentrum haben viele Anwohner aus Angst vor weiteren Beben ihre Häuser verlassen. Es gab Störungen im Telekommunikaitonsnetzwerk. Schäden an Gebäuden werden bislang nicht gemeldet.
Der Erdbebenschwarm geht nach ersten Auswertungen des BMKG auf die Bayah-Störung zurück, die vom Küstenort Karanghawu nach Norden verläuft.

Am 23. Januar 2018 hat sich vor der Küste von Banten ein Beben mit Magnitude 6 ereignet, dass in der Region zu schweren Schäden geführt hat. Zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Das Beben ging auf die Subduktionszone vor der Küste Javas zurück. Die aktuellen Erdbeben werden durch Bewegung an einer kleineren lokalen Störung ausgelöst. Da diese näher an der Oberfläche und damit an den Siedlungen liegt, kann ein großes Beben dort potentiell mehr Schäden anrichten, als ein gleichstarkes Erdbeben an der Subduktionszone.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 7. Juli

Magnitude: bis 4.6

Tiefe: ca 5 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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