Vulkanausbruch: Starker Erdbebenschwarm am Ätna

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Italien – Begleitet von starken Explosionen hat am Montag (24. Dezember) ein massiver Erdbebenschwarm im Gipfelbereich des sizilianischen Vulkans Ätna eingesetzt. Das INGV registrierte im Laufe des Vormittags über 130 Beben, die in Häufigkeit und Intensität zunahmen. Zunächst erreichten die Beben etwa Magnitude 3. Es folgte daraufhin eine explosive Vulkantätigkeit, bei der Aschewolken ausgestoßen wurden. Die Eruptionen begleiteten weitere Erdbeben, deren beide stärksten Magnitude 3.9 und 4.0 erreichten. Dabei waren die Erschütterungen teilweise bis nach Catania zu spüren, wie Zeugenmeldungen auf der Webseite des INGV angeben. Sowohl seismische als auch vulkanische Aktivität halten zur Zeit an.
Meldungen über Schäden infolge der Erdbeben liegen zur Zeit noch nicht vor. Da Ausgangspunkt der Erdbeben der aktive Vulkanschlot ist, liegen die nächsten Siedlungen einige Kilometer entfernt, sodass dadurch zunächst keine Gefahr besteht.
Auch zu den möglichen Auswirkungen der Eruption liegen noch keine Infos vor. An den Orten am Osthang des Ätna wird Aschefall gemeldet.

Update 14:38 Uhr
Der Vulkanausbruch ereignete sich an einer Eruptionsspalte, die sich am Fuße des „Neuen Südostkraters“ geöffnet hatte. Diese befinde sich, wie das Vulkanobservatorium in Catania mitteilte, auf einer Höhe von rund 2900 Metern. Dabei werde neben der massiven Aschewolke auch Lava ausgestoßen, die sich in Form eines Lavastroms in ein unbewohntes Tal am Osthang (Valle del Bove). Für Anwohner besteht daher zur Zeit keine unmittelbare Gefahr. Die Situation wird von den Behörden weiter überwacht. Der Flughafen Catania wurde vorsorglich geschlossen.
In den Dörfern am Südosthang des Ätna habe es infolge des Ascheregens einige Schäden gegeben, wie lokale Medien berichten. Neben Asche seien auch kleinere Steine (Lapilli) gefallen.

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Update 17:53 Uhr
Während der Ausbruch weiter andauert, hat sich am Abend ein relativ kräftiges Erdbeben ereignet, das weit bis nach Catania hinein zu spüren war. Wie die private Webseite ALomax registrierte, erreichte das Beben um 17:50 Uhr Magnitude 4.6. Es ist damit das stärkste Beben während der Eruption und das stärkste der vergangenen Monate. Wir warten auf weitere Details…

Update 18:00 Uhr
Auch das Geoforschungszentrum Potsdam registrierte das Erdbeben am Abend. Demnach erreichte es Magnitude 4.5. Das Epizentrum lag im Bereich der aktiven Eruptionsspalte südöstlich des Gipfels.

Update 18:08 Uhr
Das INGV gibt das Erdbeben mit Magnitude 4.3 an. Demnach waren die Erschütterungen an allen Hängen des Ätna stark zu spüren, was sich mit ersten Zeugenaussagen deckt. Entsprechend muss in einigen Dörfern weiter oben am Berg mit Schäden gerechnet werden.

Update 18:28 Uhr
Folgendes Video zeigt die aktuelle Eruption und das Erdbeben des Abends.
Unterdessen gibt es noch keine Meldungen über mögliche Auswirkungen des Bebens. In mehreren Dörfern am Ätna waren die Erschütterungen aber so stark, dass Menschen aus Angst ihre Häuser verließen.
Der Flughafen Catania ist aufgrund der unverändert andauernden Eruption weiter nur eingeschränkt in Betrieb.

Update 20:07 Uhr
Zum 20 Uhr war erneut ein größeres Erdbeben an den Hängen des Ätna zu spüren. Es war das stärkste Beben seit zwei Stunden und erreichte etwa Magnitude 3.5. Genauere Auswertungen stehen noch aus. Seit 19 Uhr hat generell die Anzahl der kleinen Erdbeben zugenommen.

Update 20:11 Uhr
Nach Auswertungen des INGV erreichte das Erdbeben um 20 Uhr Magnitude 3.3.

Update 20:33 Uhr
Die Serie von Erdbeben hält weiter an. Erneut kam es zu einem stärkeren Beben. Wie die Webseite Alomax registrierte, trat um 20:26 Uhr ein neues Beben auf, das auf etwa Magnitude 4 geschätzt wird. Dieses war erneut deutlich zu spüren. Daten des INGV liegen noch nicht vor.
Währenddessen dauert die Eruption weiter an. Aus der Eruptionsspalte tritt ein größerer Lavastrom aus. Möglicherweise gibt es weitere Eruptionszentren.

Update 26. Dezember, 04:35 Uhr
In der Nacht hat ein starkes Erdbeben Catania und Umgebung erschüttert, das in Zusammenhang mit der eruptiven Tätigkeit steht. Es gab teils schwere Schäden. Mehr Infos hier.

wird fortgesetzt…

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 24. Dezember

Magnitude: bis M4.6

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: vulkanisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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