Philippinen: Schweres Erdbeben auf Samar – Mehrere Verletzte

Anzeige

Philippinen – Ein schweres Erdbeben hat am Dienstag den Osten der Philippinen erschüttert. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach vorläufigen Lokalisierungen des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) auf der Insel Samar. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 6.5. Das United States Geological Survey (USGS) ermittelte Magnitude 6.6 und eine Herdtiefe von 86 Kilometern.
Die Erschütterungen waren auf vielen der zentralen Philippinen-Inseln deutlich bis stark zu spüren, unter anderem auch in der Großstadt Cebu. Der Norden der südlichen Hauptinsel Mindanao war ebenfalls betroffen. Samar selbst ist relativ dünn besiedelt. Größere Schäden können dort in der Nähe des Epizentrums an einzelnen Orten auftreten. Aufgrund der moderaten Herdtiefe sind die Auswirkungen des Bebens jedoch gemindert.
Über Soziale Netzwerke wurden bereits erste Schäden infolge des Bebens bekannt.

Vor der Küste von Samar befindet sich eine Subduktionszone, an der es häufig zu schweren Erdbeben kommt. Auch zahlreiche kleinere Störungen durchziehen die Insel. Das aktuelle Beben ereignete sich innerhalb einer Störungszone in der subduzierten Philippinischen Platte unterhalb von Samar.

Erst am gestrigen Montag hat ein Beben der Stärke 6.1 auf der nördlichen Hauptinsel Luzon teils schwere Schäden verursacht. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben. Ein Zusammenhang zwischen beiden Beben besteht nicht.

Update 08:13 Uhr
Nach manuellen Auswertungen korrigierte das USGS das Erdbeben auf Magnitude 6.3. Der Erdbebenherd lag demnach in rund 70 Kilometern Tiefe.
In der Stadt Catbalogan an der Westküste Samars kam es, wie lokale Medien berichten, zu kleineren Schäden infolge des Bebens. Auch in Tacloban sei das Beben stark zu spüren gewesen.

Update 08:42 Uhr
Aus den Städten Tacloban und Catbalogan werden zur Zeit einige kleinere Schäden gemeldet. In Tacloban, die Stadt, die 2013 von einem Taifun schwer verwüstet wurde, kam es zu Schäden an einem Schulgebäude. In Catbalogan wurde unter anderem das Rathaus beschädigt. Zudem soll es infolge des Erdbebens zu einem Busunfall gekommen sein. Meldungen über Verletzte oder größere Schäden liegen zur Zeit noch nicht vor.


Update 09:25 Uhr
Lokale Medien berichten, dass im Norden von Samar mindestens drei Menschen verletzt wurden. Sie werden in Krankenhäusern behandelt. Zum Ausmaß der Schäden gibt es noch keine detaillierten Infos. Meldungen über zerstörte Gebäude liegen bisher nicht vor, allerdings kam es an vielen Orten zu kleineren Schäden. Zudem fiel an mehreren Orten der Strom aus.

. Anzeige

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit: 23. April, 07:38 Uhr

Magnitude: 6.3

Tiefe: 70 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

    Sie haben ein Erdbeben gespürt? Teilen Sie uns bitte Ihre Beobachtungen mit. Bitte geben Sie auch Zeitpunkt (Datum, Uhrzeit) und wenn möglich Intensität und Auswirkungen des Erdbebens (Schäden, bewegte Objekte etc.) an.
    Ihre persönlichen Daten werden nicht veröffentlicht oder weitergegeben!
    Siehe auch: Warum sammeln wir Zeugenmeldungen? und: Wann werden Zeugenmeldungen veröffentlicht??

    Hier finden Sie nach Abschicken Ihrer Meldung weitere Informationen zum verspürten Ereignis.

    Name*

    Ort / Stadt, wo Sie das Erdbeben verspürt haben*

    E-Mailadresse

    Adresse, wo Sie das Erdbeben verspürt haben

    Intensität, EMS 98 geschätzt*

    Zeit, wann Sie das Erdbeben verspürt haben

    Beschreiben Sie ihre Wahrnehmungen

    Hinweis: Mit * markierte Felder müssen ausgefüllt werden

    Lage des Epizentrums
    OpenStreetMap

    Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von OpenStreetMap Foundation.
    Mehr erfahren

    Karte laden


    Größere Karte anzeigen In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.