Starkes Erdbeben erschüttert Panama und Costa Rica

Panama – In der Grenzregion von Panama und Costa Rica hat sich am Sonntagabend (MESZ) ein starkes Erdbeben ereignet. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam auf panamaischer Seite der Grenze in der Region Chiriqui. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 6.0, was ebenfalls vom Erdbebendienst Costa Ricas ermittelt worden ist. Die Herdtiefe des Bebens soll bei rund 20 Kilometern gelegen haben. Genaue Auswertungen liegen noch nicht vor. Demnach könnte das Erdbeben direkt auf die Subduktionszone vor der Küste zurückzuführen sein.
In weiten Teilen Panamas und Costa Ricas war das Erdbeben deutlich zu spüren, unter anderem in den Hauptstädten beider Länder. Besonders im Distrikt Bugaba östlich des Epizentrums waren die Erschütterungen teils sehr stark zu spüren. Hier sind einige Schäden infolge des Bebens wahrscheinlich. Tsunami-Gefahr besteht nicht, da das Epizentrum an Land lag.

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Update 13. Mai, 07:55 Uhr
Mindestens fünf Menschen, darunter zwei Kinder, wurden infolge des Erdbebens in Panama verletzt. Der Katastrophenschutz SINAPROC teilte mit, dass Wohnhäuser komplett zerstört wurden. Rund 60 Menschen sind betroffen. Zahlreiche weitere Gebäude, darunter auch Schulen und Krankenhäuser, erlitten leichte Schäden. Die genaue Auswertung der Verluste dauert noch an.
Das Erdbeben verursachte zudem temporäre Stromausfälle in einigen Teilen Panamas. Im Gebirge kam es zu kleineren Steinschlägen und Erdrutschen.

Auswertungen des GFZ Potsdam ergaben, dass sich das Erdbeben an einer horizontalen Verschiebung in rund 23 Kilometern Tiefe ereignete.

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Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 12. Mai, 21:24 Uhr

Magnitude: 6.0

Tiefe: 20 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: unwahrscheinlich

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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