Frankreich – Nahe der französischen Stadt Straßburg, nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, kommt es seit einiger Zeit zu einer Erdbebenserie an einem Geothermie-Kraftwerk. Am heutigen Freitag ereignete sich das bislang stärkste dort registrierte Erdbeben.
Nach Auswertungen der Universität Straßburg erreichte es Magnitude 2.3. Der deutsche Erdbebendienst Südwest ermittelte zunächst Magnitude 2.3. Wie bei den vorangegangenen Erdbeben lag das Epizentrum in La Wantzenau, nur 10 Kilometer westlich vom Stadtzentrum von Rheinau. Die nächst gelegenen Ortsteile von Rheinau und Kehl, Diersheim und Leutesheim, befinden sich nur rund 6 Kilometer entfernt.
Gemäß unserer Berechnungen (siehe Intensitätskalkulation für Orte in Deutschland oben) dürfte das Erdbeben auch auf deutscher Seite der Grenze vereinzelt verspürt worden sein. In den französischen Orten direkt am Epizentrum wurde das Beben deutlich vernommen.
Schäden infolge des Bebens sind jedoch nicht zu erwarten.

Zuletzt bebte es am 7. Juli bei La Wantzenau mit Magnitude 1.8. Es war das bis dato stärkste Erdbeben der Serie. Insgesamt rund 15 Beben wurden in den letzten zwei Wochen verzeichnet.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 12. Juli, 17:28 Uhr

Magnitude: 2.3

Tiefe: 6 km

Maximalintensität (geschätzt): III

Schütterradius (geschätzt): 10 km

Schäden erwartet: nein

Ursprung: induziert (Geothermie)

Lage des Epizentrums


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Übersicht der aktuellen Erdbeben in Deutschland (mit Links zu Erdbebendiensten)

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt. [contact-form-7 id="2264" title="Zeugenmeldung"]

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).