Golestan: Erdbeben in Grenzregion beschädigt mindestens 80 Gebäude

Turkmenistan / Iran – Ein relativ starkes Erdbeben hat am Samstagmorgen die Grenzregion von Turkmenistan und dem Iran getroffen. Nach Angaben der Iranischen Seismologiebehörde lag das Epizentrum auf turkmenischer Seite der Grenze, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Aşgabat. Das beben erreichte demnach Magnitude 5.2, was ebenfalls vom Russischen Erdbebendienst ermittelt wurde. Diese lokalisieren das Epizentrum aber noch deutlich nördlicher.

In der iranischen Region Golestan war das Erdbeben noch stark zu spüren. 14 Dörfer liegen nach Einschätzung der Behörden im potentiellen Gefahrenbereich. Rettungskräfte wurden in die Region entsandt. Diese teilten nach ersten Untersuchungen mit, dass mindestens 80 ältere Landhäuser in fünf Dörfern bei dem Beben beschädigt wurden. Details wurden noch nicht bekannt. Zudem kam es in vielen Dörfern zu Stromausfällen, wovon mehr als 10.000 Nutzer betroffen sind.
Es ist das zweite Erdbeben innerhalb weniger Wochen, das in Golestan zu größeren Schäden führte. Am 6. September traf ein Beben der Stärke 5.1 den Süden der Provinz. Dieses zerstörte mindestens 44 Häuser und beschädigte 250 weitere. 41 Menschen wurden bei diesem Erdbeben verletzt.

Meldungen über mögliche Auswirkungen in Turkmenistan liegen noch nicht vor. Auch auf turkmenischer Seite der Grenze befinden sich in ähnlicher Distanz mehrere Dörfer. Das öffentliche Kommunikationssystem des Landes ist allerdings deutlich schlechter als im Iran, sodass es zweifelhaft ist, dass Schäden bekannt werden.
Es ist bereits das 35. Schadensbeben im Iran in diesem Jahr. Kein anderes Land hat auch nur annähend so viele gehabt.

FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 26. September, 7:46 Uhr

Magnitude: 5.2

Tiefe: ca 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.

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