Erdbebenserie in Norditalien

Italien – Mehrere Erdbeben haben am Sonntag die Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten von Italien erschüttert. Zunächst wurde am Morgen ein Erdbeben mit Magnitude 3.8 aufgezeichnet. Im Tagesverlauf folgten mindestens drei weitere Beben zwischen Magnitude 2.4 und 2.9. Ein zweites größeres Erdbeben ereignete sich am späten Nachmittag um 16:53 Uhr. Der Italienische Erdbebendienst INGV gibt dieses Beben mit Magnitude 3.6 an. Insgesamt wurden innerhalb von acht Stunden 13 Erdbeben registriert.
Das Epizentrum der Erdbebenserie lag nahe des Alpendorfes Forni di Sopra, etwa 100 Kilometer nördlich von Venedig und nur 30 Kilometer von der Österreichischen Grenze entfernt. Der Herd der meisten Beben lag in geringer Tiefe von nur 2 bis 6 Kilometern. Entsprechend war vor allem das erste Erdbeben in umliegenden Orten deutlich zu spüren. In mehreren Dörfern gingen verängstigte Bewohner auf die Straßen. Einige riefen aus Angst den Notruf. Bei Feuerwehr und Katastrophenschutz sind bis zum Nachmittag keine Meldungen über Schäden eingegangen. Die Erschütterungen waren auch in den Österreichischen Bundesländern Kärnten und Tirol zu spüren.
Das Erdbeben am Nachmittag war erneut in Tälern nahe des Epizentrums deutlich zu spüren. Vereinzelte kleine Schäden infolge der Erdbebenserie sind nicht zu auszuschließen.

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Der Norden von Friaul war im Jahr 1976 von einer verheerenden Erdbebenserie mit mehreren Erdbeben über Magnitude 6 betroffen. Dabei kamen hunderte Menschen ums Leben. Auch in früheren Zeiten hat es dort immer wieder verheerende Erdbeben gegeben, die oft auch in Österreich und teilweise in Bayern zu Schäden geführt haben.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 25. Februar

Magnitude: bis 3.8

Tiefe: 2 bis 6 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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