Moderate Erdbeben erschüttern Griechenland und Bulgarien

Bulgarien / Griechenland – Innerhalb von drei Minuten haben in der Nacht zum Donnerstag zwei moderate Erdbeben weite Teile von Griechenland und Bulgarien erschüttert.

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Zunächst bebte es nahe der bulgarischen Stadt Plowdiw im Süden des Landes. Nach Angaben des Nationalen Erdbebendienstes erreichte das Beben Magnitude 4.6. Es ereignete sich in einer Tiefe von rund 14 Kilometern und hatte das Epizentrum 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Sofia.
Die Erschütterungen waren in weiten Teilen des Landes spürbar. Besonders in Plowdiw und Assenowgrad wurden zahlreiche Menschen aus dem Schlaf gerissen. Anwohner berichten, dass durch das Beben Gegenstände von Regalen gefallen sind. Meldungen über größere Gebäudeschäden gibt es zur Zeit nicht. Nahe Assenowgrad kam es allerdings zu Problemen mit der Wasserversorgung.
Auch in Teilen von Griechenland, Mazedonien und Serbien waren die Erschütterungen schwach zu spüren.

Zeugenmeldungen
Banya (Bulgarien)
Gegen 1:40Uhr bin ich aufgewacht, weil das Bett vibrierte und man dumpfes grollen hörte. Das Hotel schwankte leicht, aber es gab keine Schäden am Hotel. (Intensität IV)

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Khisaria (Bulgarien)
22.02.2018 , 1.45Uhr. Ich war zufällig wach, als mein Bett anfing zu vibrieren und geringfügig zu schwanken. Das war im Hotel in der 1.Etage. Bis auf einen anderen Hotelgast hat niemand anders reagiert. Alle schliefen. Der Rezeptionist sagte, das wäre hier normal, doch diesmal erheblich stärker. Im Freien bestätigte dann das BG-Radio, dass es genau in der Region und in der Zeit ein Erdbeben der Stärke 4,8 Richterscala gab. Nach ca. 1h ging ich wieder zu Bett. In den Morgennachrichten wurde dann gesagt, dass dieses Beben 28 kleinere Nachbeben hatte. (Intensität V)

Plowdiw
Um 1.40 wurde ich aus dem Schlafen gerissen, das Bett bewegte sich und ich hörte wie ein Gegenstand zu Boden gefallen ist. Ansonsten keine Schäden. (Intensität II)

Plowdiw
Ich bin um 01:40 (Ortszeit) aufgewacht und das Bett vibrierte einige Sekunden. Die Tiere spielten draußen verrückt. Und danach war dann wieder alles ruhig. Fast jeder hier, diejenigen, die ich kenne, ist davon aufgewacht. (Intensität IV)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

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Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 00:41

Magnitude: 4,6

Tiefe: 14 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Nur zwei Minuten nach dem Erdbeben in Bulgarien traf ein ähnlich starkes die griechischen Inseln im Ionischen Meer. Nach Angaben des Erdbebendienstes in Athen lag das Epizentrum rund 25 Kilometer westlich von Zakynthos. Demnach erreichte das Beben Magnitude 4.8. Auf den Inseln Zakynthos und Kefalonia waren die Erschütterungen deutlich zu spüren, ebenso teilweise auf dem griechischen Festland. Mit Schäden ist aufgrund der Distanz zwischen Epizentrum und Küste aber nicht zu rechnen.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 00:44 Uhr

Magnitude: 4,8

Tiefe: 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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