Erdbeben erschüttert Kreta

Griechenland – Vor der Küste der griechischen Insel Kreta hat sich am Freitagnachmittag ein moderates Erdbeben ereignet. Das Epizentrum lag nach Lokalisierungen der Universität Athen vor der Osthälfte der Insel, rund 90 Kilometer südöstlich der Inselhauptstadt Heraklion. Demnach erreichte das Beben Magnitude 4.5.
Das Beben war auf weiten Teilen von Kreta, besonders in der Osthälfte, deutlich zu spüren, unter anderem auch in den bei Touristen beliebten Orten rund um Malia an der Nordküste. Auf der Webseite des EMSC geben Zeugen an, dass das Erdbeben überwiegend schwach zu spüren gewesen ist. Entsprechend ist nicht mit Schäden zu rechnen. Tsunami-Gefahr besteht nicht. Kleinere Nachbeben sind möglich, die vor allem an der Südküste spürbar sein können.

Es ist eines der stärksten Erdbeben auf Kreta in den vergangenen Monaten. In den vergangenen Wochen hat es rund um die Insel mehrere Beben mit Magnitude 4 gegeben, deren Epizentrum meist weit vor der Küste lag und somit kaum Erschütterungen verspürt worden sind.

Zeugenmeldungen
Koutsouras
Geräusche und leichtes Schütteln (Intensität III)

Kato Chorio
Vor ca. 1 Stunde. Sitzend, die Schränke haben gewackelt. Intensität mehr als 4. Ca. 8 Sekunden mit kleinen nachbeben. (Intensität V)

Palekastro
Für 1 Sekunde eine Vibration im Erdgeschoss des Hauses. (Intensität III)

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 14:42 Uhr

Magnitude: 4.5

Tiefe:

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

Erdbeben im Süden von Griechenland gehen in der Regel auf die Subduktionszone zurück, an der sich die Afrikanische unter die Ägäische Platte schiebt. Vor allem von Kreta bis Rhodos kommt es immer wieder zu teils starken Erdbeben. In den letzten 2000 Jahren haben mehrfach schwere Erdbeben bis Magnitude 8 die Region erschüttert und verheerende Tsunamis ausgelöst, die noch in Ägypten Städte zerstörten. Das größte und bekannteste dieser "Megathrust-Erdbeben" ereignete sich im Jahr 365 vor der Westküste von Kreta und erreichte Magnitude 8.5. Dabei wurden Teile der Insel um bis zu 8 Meter angehoben. Der ausgelöste Tsunami wurde im gesamten Mittelmeer registriert. Der Subduktion entgegenwirkend kommt es entlang des Inselbogens zur starken Anhebung der Erdkruste, wodurch die meisten der Inseln geformt wurden. Dadurch dehnt sich die Kruste, weshalb das gesamte Gebiet von aktiven Abschiebungen durchzogen ist, die ebenfalls ein Erdbebenrisiko darstellen.
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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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Ein Kommentar

  1. Mehrere Sekunden moderates Schütteln und Schaukeln am Pool. Auch in Gebäuden deutlich spürbar.

    Heute Nacht gab es zwei Nachbeben.

    Nähe Makry Gialos

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