Breisach am Rhein – Der Erdbebendienst der Universität Straßburg hat am Samstagmorgen ein kleines Erdbeben in Deutsch-Französischen Grenzgebiet registriert. Demnach lag das Epizentrum am Rheinufer, etwa vier Kilometer nördlich von Breisach. Das Beben erreichte Magnitude 1.6. Automatische Auswertungen des Schweizerischen Erdbebendienstes ergeben ebenfalls Magnitude 1.6.
Wahrnehmungsmeldungen zu diesem Erdbeben haben wir nicht erhalten. Beben dieser Stärke am Oberrheingraben sind in der Regel nicht spürbar.

Update 11:22 Uhr
Ein weiteres Erdbeben mit gleicher Magnitude und gleichem Epizentrum folgte um 10:58 Uhr.

Update 22 Juli, 14:05 Uhr

Aus den Erdbeben bei Breisach am Rhein hat sich inzwischen ein kleiner Erdbebenschwarm entwickelt. Die Universität Straßburg registrierte seit gestern morgen, ebenso wie der Schweizerische Erdbebendienst, vier kleine, nicht spürbare Erdbeben:
21. Juli, 09:48 Uhr: Magnitude 1.6
21. Juli, 10:58 Uhr: Magnitude 1.6
22. Juli, 06:00 Uhr: Magnitude 1.1
22. Juli, 10:37 Uhr: Magnitude 1.6
 
Der Erdbebendienst Südwest hat diese Erdbeben bislang noch nicht bestätigt. Daten werden vermutlich am Montag veröffentlicht werden.
Ursprung der Erdbeben ist höchstwahrscheinlich eine der Abschiebungen des Oberrhein-Grabens. Kleine Erdbebenschwärme dieser Art treten im gesamte Graben gelegentlich auf und sind nicht ungewöhnlich. Dass der Schwarm noch andauern wird und möglicherweise stärkere, spürbare Beben hervorbringt, ist nicht auszuschließen. Vorhersehbar ist die weitere Entwicklung aber nicht.

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 21. Juli, 09:48 Uhr

Magnitude: 1.6

Tiefe:

Spürbar: nein

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Von Jens Skapski

31 Jahre alt (geboren 1994), seit 2013 Betreiber von Erdbebennews (privates Projekt), seit 2024 Erdbebenauswerter beim Thüringer Seismologischen Netz an der Uni Jena (beruflich).