Starkes Erdbeben östlich von Tokyo

Japan – Östlich der Japanischen Hauptstadt Tokyo hat sich am Samstagmittag ein starkes Erdbeben ereignet. Erste Auswertungen des Japanischen Instituts für Geowissenschaften (NIED) ergeben Magnitude (Mw) 5.8. Die Meteorologiebehörde des Landes (JMA) gibt zunächst Lokalmagnitude 6.0 an. Demnach lag das Epizentrum des Bebens an der Küste der Region Chiba, wo bereits in den letzten Wochen aufgrund eines Slow Slip Ereignisses erhöhte Erdbebenaktivität aufgetreten ist.
Durch die Nähe zum Großraum Tokyo waren die Erschütterungen auf dem Gebiet der Hauptstadt stark zu spüren. Direkt am Epizentrum in Chiba wurde die Maximalintensität 5- erreicht. In Tokyo erreichte das Beben Intensität 4. Ab Intensität 5- sind kleinere Schäden an Gebäuden möglich. Größere Auswirkungen infolge des Bebens sind nicht zu erwaten. Tsunami-Gefahr besteht nicht. Spürbare Nachbeben sind möglich.
Die zuletzt von starken Regenfällen und Überschwemmungen betroffene Region im Westen von Honshu ist von diesem Erdbeben nicht betroffen. Dort besteht in den kommenden Tagen bei Erdbeben ein erhöhtes Erdrutsch-Risiko.

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FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit / Time (CET): 13:23 Uhr MESZ

Magnitude: 5.8

Tiefe / Depth: 54 km

Spürbar / Felt: ja

Schäden erwartet / Damage expected: möglich

Opfer erwartet / Casualties expected: nein

Ursprung / Origin: tektonisch

Tsunami: nein

Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten / List of global earthquake surveys

See also: The most complete compilation of earthquake losses and casualties: Earthquake Impact Database

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    Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018.