Zwölf Verletzte bei Gebirgsschlag im Bergwerk Rudna

Polen – Erneut hat am Dienstagabend in der Niederschlesischen Bergbauregion ein starker Gebirgsschlag zu einem Grubenunglück geführt. Um 21:38 Uhr ereignete sich das Beben nach Angaben des Geoforschungszentrum Potsdam. Es erreichte Magnitude 4.1. Wie bei früheren Gebirgsschlägen in der Region ging dieser vom Bergwerk Rudna, etwa 100 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt, aus.
In zahlreichen Orten rund um das Epizentrum waren starke Erschütterungen zu spüren. Meldungen über Schäden an der Oberfläche sind bislang nicht bekannt. Im Bergwerk wurden zwölf Bergleute durch herabstürzende Gesteinsmassen verletzt. Zwei von ihnen mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Vermisste oder Todesopfer infolge des Unglücks gibt es nicht. Der Betrieb im betroffenen Bergwerksabschnitt ist zunächst ausgesetzt.

Aufgrund der schlechten Sicherheitsvorkehrungen und des intensiven Bergbaus kommt es in Niederschlesien infolge des Abbaus immer wieder zu teils starken induzierten Erdbeben und Gebirgsschlägen, wodurch die Sicherheit der Bergleute häufig bedroht ist.

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt? Falls ja, teilen Sie uns dies bitte über das verlinkte Meldeformular oder per Kommentar mit. Ihre Meldung hilft uns dabei, unsere Berichterstattung und die Auswertung von Erdbeben zu verbessern. Vielen Dank.

Anzeige

Anzeige

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 3. Juli, 21:38 Uhr

Magnitude: 4.1

Tiefe: 1 km

Spürbar: ja

Haben Sie dieses Erdbeben gespürt?

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: induziert (Bergbau)

Tsunami-Gefahr: nein

Epizentrum:

Wenn Ihnen unsere Webseite gefällt, können Sie diese Arbeit mit einer Spende unterstützen. Weitere Infos dazu.

In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.
The following two tabs change content below.
Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.