Sehr schweres, sehr tiefes Erdbeben bei den Fidschi-Inseln

Fidschi – Ein gewaltiges Erdbeben hat sich in der Nacht im Südwest-Pazifik ereignet. Nach ersten Angaben des GFZ erreichte es Magnitude 8,2 Das USGS gibt vorläufig ebenfalls Magnitude 8,2 an. Das Epizentrum lag zwischen den Inselstaaten Fidschi und Tonga, in denen das Erdbeben deutlich spürbar war. Aufgrund der großen Tiefe von über 550 Kilometern besteht keine Tsunamigefahr. Die Intensität wurde durch die Tiefe zudem stark abgeschwächt, weshalb nicht mit größeren Schäden zu rechnen ist.

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Infolge des Erdbebens kam es bei mehreren Erdbebendiensten zu automatischen Fehlregistrierungen. Diese Erdbeben, unter anderem ein Erdbeben in Frankreich wurde gemeldet, fanden nicht statt und wurden inzwischen von den Erdbebendiensten aus den Listen entfernt.

Erdbeben in großer Tiefe, wie sie nahe der Fidschi-Inseln vorkommen, entstehen auf der Rückseite von Subduktionszonen innerhalb der subduzierten Platte, die beim Kontinuierlichen Eintauschen in den Mantel geophysikalische und geochemische Änderungen vollzieht, die zu teils massiven Brüchen im Gestein führen. Die großen Tiefen von 500 bis 700 Kilometern führen dazu, dass man immer mindestens 500 Kilometer vom Erdbebenherd entfernt ist, sodass es meist keine katastrophalen Auswirkungen gibt. Allerdings können langwellige Erdbebenwellen selbst in großer Distanz zu spürbaren Schwingungen, vor allem in Hochhäusern führen, da diese sich im Mantel besser ausbreiten als in der Erdkruste.

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Das aktuelle Fidschi-Erdbeben war nach Zeugenangaben auf den Nachbarinseln deutlich zu spüren. Meldungen über größere Distanzen gibt es nicht.
Zahlreiche teils starke Nachbeben bis Magnitude 5.8 wurden bisher registriert.

Da diese sehr tiefen Erdbeben nicht durch klassische tektonische Prozesse entstehen, kommen extrem starke Beben über Magnitude 8 nur sehr selten vor. In der jüngeren Vergangenheit hat es tiefe Beben mit Magnitude 8.3 jeweils vor der Küste Russlands (2013) und in Bolivien (1994) gegeben.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 19. August, 02:17 Uhr

Magnitude: 8.2

Tiefe: 563 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Lukas Rentz

Lukas ist 19 und hat 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey gemacht.

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